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Granulozytose

Englisch: granulocytosis

1 Definition

Unter einer Granulozytose versteht man eine Vermehrung der Granulozyten im peripheren Blut. Sie ist eine Form der Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozytose).

Das Gegenteil einer Granulozytose ist die Granulozytopenie.

2 Einteilung

Man unterscheidet drei Formen der Granulozytose:

2.1 Neutrophile Granulozytose

Bei der neutrophilen Granulozytose sind die neutrophilen Granulozyten über den Grenzwert von 6,3 G/l vermehrt. Diese Form der Granulozytose tritt u.a. bei Leukämien, sowie bei Infektionen, Entzündungen, Stress und malignen Tumoren auf.

2.2 Eosinophile Granulozytose

Sie ist durch das verstärkte Auftreten von eosinophilen Granulozyten im peripheren Blut gekennzeichnet (> 0,3 G/l). Eine eosinophile Granulozytose kann durch das Vorliegen einer allergischen Reaktion bedingt sein, vor allem durch IgE-bedingte Überempfindlichkeitsreaktionen. Darüber hinaus sieht man sie bei Befall mit Parasiten.

2.3 Basophile Granulozytose

Die basophile Granulozytose ist durch den Anstieg der basophilen Granulozyten charakterisiert. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer eosinophilen Granulozytose auf. Als Ursachen einer Basophilie kommen Allergien und Hypersensitivitätsreaktionen in Frage. Darüber hinaus kommt es bei Parasitosen häufig zu einer basophilen Granulozytose. Als weiterer Auslöser kommt eine Hyperlipidämie in Betracht.

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Fachgebiete: Hämatologie, Labormedizin

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