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Glomeruli olfactorii

Englisch: olfactory glomeruli

1 Definition

Die Glomeruli olfactorii sind von Gliazellen umhüllte, dichte sphäroide bzw. ellipsoide Nervengeflechte im Bulbus olfactorius.

2 Histologie

In den Glomeruli olfactorii findet die Umschaltung auf das zweite Neuron der Riechbahn statt. Die Axone der Riechzellen treffen hier auf die primären Dendriten von Mitralzellen und Büschelzellen und bilden mit ihnen Synapsen. Dabei werden die eingehenden Informationen der Rezeptoren deutlich reduziert - mehr als 1.000 Axon der Geruchsrezeptoren projizieren auf nur eine Mitralzelle. Dabei bilden Axone mit gleichem Rezeptorprotein nur mit einer oder ganz wenigen Mitralzellen Glomeruli. Es liegt also eine topische Anordnung vor.

Diese starke Konvergenz erklärt die Mikrosmatie des Menschen, also seinen schwach ausgeprägten Geruchssinn. Die meisten Säugetiere haben eine geringere Konvergenz mit besserer Riechleistung im Sinne niedrigerer Schwellenwerte (Makrosmaten).

Die geschätzten 30.000 Axone der Mitralzellen bilden die einzige Efferenz für Informationen aus dem Bulbus olfactorius und formen in ihrer Gesamtheit den Tractus olfactorius.

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