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Ganglia coeliaca

von griechisch: κοιλία ("koilia") - Höhle, Kammer
Englisch: celiac ganglia

1 Definition

Die Ganglia coeliaca sind die größte Ansammlung von Ganglienzellen im vegetativen Nervensystem. Sie gehören zu den prävertebralen Ganglien und werden funktionell dem Sympathikus zugerechnet.

2 Topografie

Die Ganglia coeliaca sind am kranialen Abschnitt der Bauchaorta, zu beiden Seiten des Abgangs des Truncus coeliacus, angeordnet. Ihre prä- und postganglionären Fasern bilden dort gemeinsam mit parasympathischen Fasern des Nervus vagus den Plexus coeliacus. Gemeinsam mit anderen Ganglienzellansammlungen sind sie ein Teil des Plexus solaris.

3 Innervation

Die Ganglia coeliaca erhalten präsynaptische sympathische Nervenfasern vom Nervus splanchnicus major und vom Nervus splanchnicus minor. Diese Fasern stammen aus dem Seitenhorn des Rückenmarks und haben unverschaltet die Grenzstrangganglien durchlaufen. Im Ganglion coeliacum werden sie auf postsynaptische Neurone verschaltet, deren Fasern zu den Baucheingeweiden ziehen.

Darüber hinaus enthalten die Ganglia coeliaca viszeroafferente Fasern, die von den umliegenden Organen kommen und weiter über die Nervi splanchnici in das Rückenmark laufen.

4 Funktion

Die Ganglia coeliaca innervieren sympathisch den Magen, die Leber und die Gallenblase, die Milz, die Niere, den Dünndarm sowie das Colon ascendens und transversum. Darüber hinaus entsenden sie Nervenfasern zum Ovar.

Diese Seite wurde zuletzt am 22. November 2020 um 22:46 Uhr bearbeitet.

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