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Emperipolese

Synonym: Emperipolesis

1 Definition

Als Emperipolese bezeichnet man in der Histologie die Einscheidung bzw. Aufnahme eines Zelltyps (z.B. Lymphozyten) durch andere Zellen. Die aufgenommen bzw. eingewanderten Zellen sind in der Wirtszelle dann als intakte Zellen erkennbar.

2 Physiologie

Emperipolesen sieht man im normalen Knochenmark z.B. bei Megakaryozyten, die andere Vorläuferzellen der Blutbildung umscheiden können.

3 Pathologie

Bei einigen Erkrankungen ist die Emperipolese von Zellen pathognomonisch, z.B. beim Rosai-Dorfman-Syndrom, einer seltenen Histiozytose. Man sieht hier intakte Entzündungszellen in vergrößerten Histiozyten. Auch bei anderen Erkrankungen kommen Emperipolesen vor, beispielsweise bei bestimmten Hepatitis-Formen. Hier treten intakte Lymphozyten in Hepatozyten auf.

Fachgebiete: Histologie, Pathologie

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