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Drogenscreening

Synonym: Drogensuchtest

1 Definition

Ein Drogenscreening dient dem Nachweis des Konsums von illegalen Rauschmitteln mittels der Untersuchung von Körpermaterialien (z.B. Urin, Serum oder Haaren).

2 Parameter

Ein Standard-Drogenscreening umfasst folgende Substanzen:

3 Untersuchungsmaterial

3.1 Urin

Die gängigste Methode in der Drogenanalytik ist die Untersuchung von 20 ml Spontanurin mithilfe von immunologischen Verfahren. Bei einem Drogensuchtest im Urin kann zusätzlich der Kreatinin-Wert bestimmt werden, um auf eventuelle Manipulationen zu überprüfen. Solche Manipulationen können exzessive Flüssigkeitsaufnahme zur Urinverdünnung, forcierte Diurese durch Diuretika sowie retrogrades Auffüllen der Blase sein. Um eine absichtliche Vertauschung und Manipulation des Probenmaterials zu verhindern, wird die Urinabnahme in der Regel beaufsichtigt und der Patient durch den Personalausweis identifiziert.

3.2 Blut

Aufgrund der teilweise sehr kurzen Plasmahalbwertszeit der Drogen, wird ein Drogensuchtest im Blut eher selten durchgeführt. Eine Blutuntersuchung kommt lediglich zum Einsatz, wenn der Grad der akuten Beeinträchtigung durch Drogenkonsum eingeschätzt werden soll.

3.3 Haare

Da sich einige Substanzen in den Haaren einlagern können, kann mithilfe von Haarproben, die im Bereich der Hinterhaupthöcker entnommen werden, der Drogenkonsum auch noch nach Monaten nachgewiesen werden. Mithilfe dieser Untersuchungsmethode können zudem Rückschlüsse auf das Konsumverhalten gezogen werden. Hierbei muss beachtet werden, dass das Haarwachstum im Durchschnitt 1 cm pro Monat beträgt und dass die entnommenen Haare, je nach Fragestellung eine entsprechende Länge aufweisen sollten (sollte der Drogenkonsum in den letzten 3 Monaten untersucht werden, müssen die Haare mindestens 3 cm lang sein).

4 Literatur

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 09.08.2021

Fachgebiete: Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 11. August 2021 um 13:07 Uhr bearbeitet.

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