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Dimorphe Pilze

von griechisch: di - zwei und morphe - Gestalt
Englisch: dimorphic fungus

1 Definition

Dimorphe Pilze sind Pilze, die ihre Makro- und Mikromorphologie abhängig von äußeren Faktoren wie der Temperatur verändern. Sie bilden z.B. bei 35-37°C Sprosszellen (Hefe-Phase) und bei 25-30°C ein Myzel aus (Myzel-Phase).

2 Arten

Zu den wichtigsten humanpathogenen Arten gehören:

Diese o.a. Arten sind dimorphe Pilze im engeren Sinne und Erreger von primären und systemischen Mykosen. Candida albicans besitzt ebenfalls dimorphe Eigenschaften, wird jedoch üblicherweise nicht zu den klassischen dimorphen Pilzen gezählt.

3 Diagnostik

Dimorphe Pilze befallen in der Regel die Atemwege, weshalb bildgebende Verfahren angewendet werden sollten, um die Lunge zu begutachten. Patientenmaterial wie z.B. Sputum sollte auf Pilznährmedien überimpft werden. Es ist wichtig, dass zwei Nährmedien beimpft und bei den oben genannten verschiedenen Temperaturen inkubiert werden.

Falls auf den Nährmedien Kulturen gewachsen sind, die sich makromorphologisch unterscheiden, darf die Diagnostik in der Regel nicht weiter fortgeführt werden. Nach der Biostoffverordnung werden dimorphe Pilze der Risikogruppe III zugeordnet. Für die Untersuchung sind daher Labore mit der Schutzstufe 3 nötig, die in üblichen Kliniklaboratorien selten vorhanden sind.

Tags:

Fachgebiete: Biologie, Labormedizin

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