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Corpora amylacea

1 Definition

Corpora amylacea, kurz CA, ist eine Sammelbezeichnung für kleine hyaline Einschlüsse, die sich u.a. im Prostatagewebe, in der Neuroglia und in den Lungenalveolen finden. Ihre genaue Funktion ist bislang (2018) unklar.

2 Histologie

Der Name leitet sich von der morphologischen Ähnlichkeit der Ablagerungen mit Stärkekörnchen in Pflanzenzellen ab. Sie entstehen wahrscheinlich durch abgestorbene Zellen (Debris) oder eingedickte Sekrete.

2.1 Prostata

Die Corpora amylacea der Prostata sind hirsekorn- bis erbsgroße Ablagerungen mit unregelmäßiger Oberfläche. Im Schnittbild weisen sie eine deutliche konzentrische Schichtung auf. Ihre Farbe variiert von hellgelb über braun bis schwarz.

siehe Hauptartikel: Prostatastein

2.2 ZNS

Im Gehirn sieht man Corpora amylacea vorzugsweise subependymal und unterhalb der Pia mater. Sie sind perivaskulär in Astrozytenfortsätzen lokalisiert und haben einen Durchmesser zwischen 10 und 50 µm. Sie sind basophil und haben in der HE-Färbung eine grau oder grau-blau Farbe. Biochemisch gesehen handelt es sich um Amyloid, das PAS-positiv reagiert. Im Elektronenmikroskop stellen sich die CA als Aggregate von dicht gepackten Filamenten und amorphem Material dar.

2.3 Lunge

Die Corpora amylacea der Lungenalveolen sind rundliche, 30 bis 200 µm große Gebilde, die aus Glykoproteinen bestehen. Histologisch zeigen sie ebenfalls eine konzentrische Schichtung. In der HE- und Papanicolaou-Färbung färben sie sich hellrot an, in der PAS-Reaktion magenta.

Fachgebiete: Histologie, Pathologie

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