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Copeptin

Synonym: CT-proAVP, C-terminales proAVP
Englisch: copeptin

1 Definition

Bei Copeptin handelt es sich um ein glykosyliertes Peptid aus 39 Aminosäuren, das von der Neurohypophyse sezerniert wird.

2 Physiologie

Copeptin wird neben Neurophysin II und Vasopressin aus Präprovasopressin (Prohormon) abgespalten, das im Hypothalamus gebildet wird. Die Peptide werden in die Neurohypophyse sezerniert und anschließend in das hypophysäre Pfortadersystem abgegeben. Die genaue Wirkung von Copeptin ist noch ungeklärt. Möglicherweise unterstützt es die dreidimensionale Faltung von Vasopressin.

3 Labordiagnostik

3.1 Indikationen

Copeptin wird in der Labordiagnostik als Marker für die Vasopressinsekretion verwendet, da seine Serumkonzentration eng mit der von Vasopression korreliert und es stabilere biochemische Eigenschaften aufweist. Sinnvoll ist es zur Darstellung der physiologischen ADH-Sekretion z.B. bei der Diagnostik des Diabetes insipidus oder bei schweren systemischen Erkrankungen wie Sepsis oder Schockzuständen. Ferner scheint Copeptin bei akutem Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz oder Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung anzusteigen.

3.2 Referenzwert

  • Die Konzentration von Copeptin im Blut liegt bei Gesunden zwischen 1 und 12 pmol/l.

Der Copeptin-Spiegel ist bei Männern etwas höher als bei Frauen. Entscheidend ist der vom ausführenden Labor angegebene Referenzwert.

3.3 Interpretation

Der Copeptin-Spiegel ist erniedrigt bei:

  • zentralem Diabetes insipidus

Der Copeptin-Spiegel ist erhöht bei:

Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 23. April 2021 um 15:32 Uhr bearbeitet.

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