Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Bigeminus

von lateinisch: geminus - Zwilling
Englisch: bigeminy

1 Definition

Als Bigeminus bezeichnet man eine Herzrhythmusstörung, bei der über längere Zeit regelmäßig auf jeden Herzschlag eine Extrasystole folgt. Vereinfacht gesagt spricht man hier auch von einem "Zwillingspuls".

2 Einteilung

Meist beschreibt man mit Bigeminus ein Muster von ventrikulären Extrasystolen, jedoch kann auch im Vorhof ein Bigeminus-Rhythmus entstehen. Beide Formen lassen sich unter anderem anhand der QRS-Morphologie und je nach Vorliegen einer kompensierten bzw. nichtkompensierten Pause unterscheiden.

2.1 Atrialer Bigeminus

Die supraventrikulären Extrasystolen beim atrialen Bigeminus entstehen meist aus einem ektopen Zentrum. Folglich kann der Bigeminus ein Vorläufer von Vorhofflimmern sein. Eine mögliche Folge ist eine relative Bradykardie.

2.2 Ventrikulärer Bigeminus

Typische Ursache eines ventrikulären Bigeminus ist eine Überdosierung von Digitalis. Bei organischen Herzerkrankungen (z.B. nach einem Herzinfarkt) und linksventrikulärer Insuffizienz sind Bigemini als Warnarrhythmie zu verstehen, also als Vorbote gefährlicher ventrikulärer Tachyarrhythmien.

3 EKG

Fachgebiete: Kardiologie

Fixed. Danke für den Hinweis.
#2 vor 24 Minuten von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Benutzt man Bigeminus ausschließlich bei VES? Hier steht nur ES: https://www.medicoconsult.de/bigeminus/ Wikipedia teilt es auch in zwei, VES und SVES: https://en.wikipedia.org/wiki/Bigeminy
#1 vor 4 Tagen von Dr. med. Krisztián Horváth (Arzt)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

26 Wertungen (2.54 ø)

114.641 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: