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Arteria testicularis

(Weitergeleitet von Arteriae testiculares)

Synonyme: Hodenarterie, Arteria spermatica interna (obsolet)
Englisch: testicular artery

1 Definition

Die Arteria testicularis geht unterhalb der Arteria renalis aus der Aorta hervor. Sie kommt nur beim Mann vor und dient der Versorgung des Hodens. Bei der Frau ist dementsprechend eine Arteria ovarica für die Versorgung des Ovars vorhanden.

2 Embryologie

Die Arteria testicularis folgt dem Hoden beim Hodendeszensus und hat deswegen eine verhältnismäßig lange Verlaufstrecke.

3 Verlauf

Die Arteria testicularis verläuft auf dem Musculus psoas major in einer Serosafalte (Plica vasculosa bzw. Mesorchium proximale) nach kaudal und überkreuzt den Harnleiter. Sie wird auf ihrem Weg von der Vena testicularis begleitet. Im kleinen Becken erreicht sie den Anulus inguinalis profundus und tritt dort als Teil des Funiculus spermaticus (Samenstrang) in den Leistenkanal ein.

Gemeinsam mit dem Ductus deferens verläuft die Arteria testicularis nach extraabdominell zum Hoden. Im distalen Teil des Samenstrangs kommt es zu einer knäuelartigen Verflechtung mit dem Plexus pampiniformis, die man als Rankenkonvolut bezeichnet. Die Endabschnitte der Arterie ziehen an der Margo epididymalis zur Extremitas caudata des Hodens, dem unteren Hodenpol. Dort schlägt das Gefäß um und läuft an der Margo liber wieder zu seinem Kopfende (Extremitas capitata).

Die zahlreichen feinen Endäste der Arterie schlängeln sich in die Tunica albuginea des Hodens vor. Von hier ziehen sie zentripetal in das Hodeninnere bis in die zentrale Bindegewebszone des Hodens, das Mediastinum testis. Dort angekommen, schlägt ihre Verlaufsrichtung nach zentrifugal um. Schließlich verlieren sich die Gefäße in den Kapillarnetzen um die Hodenkanälchen.

Die Arteria testicularis anastomosiert mit der Arteria ductus deferentis.

4 Äste

5 Funktion

Die Arteria testicularis versorgt den Hoden und Nebenhoden mit arteriellem Blut.

6 Physiologie

Das Blut der Arteriae testiculares wird nach dem Gegenstromprinzip durch das kältere, aus dem Hoden zurückfließende Blut des Plexus pampiniformis gekühlt.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. November 2021 um 23:57 Uhr bearbeitet.

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