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Anspannungsphase

Englisch: isovolumic contraction phase, contraction period

1 Definition

Die Anspannungsphase ist die Phase der Systole, die der Auswurfphase voran geht. In der Anspannungsphase kontrahiert die Kammermuskulatur, ohne das Blut aus dem Herzen transportiert wird.

2 Ablauf

Die Anspannungsphase beginnt mit dem Verschluss der Segelklappen, d.h. mit dem Ende der Diastole. Die Herzkammern kontrahieren in dieser Phase unter dem Einfluss des Erregungsbildungssystems bei konstantem Binnenvolumen der Kammern ("isovolumetrische Kontraktion"). Dabei ändern alle Myokardfasern ihre Länge und beide Ventrikel nehmen eine annähernde Kugelgestalt an.

Der Kammerdruck steigt solange weiter, bis er den Blutdruck in der Aorta bzw. im Truncus pulmonalis übersteigt. Daraufhin öffnen sich die Taschenklappen und die Auswurfphase beginnt. Die Länge der Anspannungsphase beträgt bei normaler Herzfrequenz im linken Ventrikel etwas 50-60 ms.

In der Anspannungsphase hört man bei der Auskultation den ersten Herzton. Im EKG fällt der QRS-Komplex in die Anspannungsphase.

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Fachgebiete: Kardiologie, Physiologie

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