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Auswurfphase

Synonym: Austreibungsphase
Englisch: ejection phase, ejection period

1 Definition

Die Auswurfphase oder Austreibungsphase ist der auf die Anspannungsphase folgende Teil der Systole. Während der Auswurfphase pumpt das Herz ein Schlagvolumen von durchschnittlich etwa 80 ml Blut in die Aorta.

2 Ablauf

In Ruhe beträgt die Dauer der Auswurfphase ungefähr 200-210 ms. Die Auswurfphase beginnt mit dem Öffnen der Taschenklappen des Herzens. Dazu muss der Druck im linken Herzventrikel den Aortendruck, der Druck im rechten Ventrikel den Pulmonalarteriendruck übersteigen.

Im Laufe des Blutausstroms in die Aorta bzw. den Truncus pulmonalis steigen die Drücke in den Ventrikeln durch die Abnahme des Ventrikelradius und Zunahme der Wanddicke (Laplace-Gesetz) weiter an. Der meiste Teil des Schlagvolumens wird dadurch sehr rasch ausgeworfen. In der Aorta werden zeitweise Stromstärken von bis zu 500 ml/s erreicht.

Der Druck im Ventrikel fällt anschließend ab, bei Unterschreiten des Aortendrucks schließen sich folglich die Taschenklappen, die Auswurfphase ist beendet. In der linken Kammer verbleibt ein Restvolumen von ca. 40 ml (endsystolisches Volumen). Die Ejektionsfraktion beträgt ca. 66 %.

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Fachgebiete: Kardiologie, Physiologie

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