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Laplace-Gesetz

nach dem französischen Naturwissenschaftler Pierre-Simon Marquis de Laplace (1749-1827)
Englisch: Laplace's law

1 Definition

Das Laplace-Gesetz beschreibt für Hohlorgane (z.B. Herz und Blutgefäße) die Beziehung zwischen der Wandspannung, der Dicke einer Wand und den auf sie einwirkenden Druck. Idealisiert wird das Herz dabei als Kugel, Blutgefäße als Zylinder betrachtet.

2 Formel

Hierbei stellte Laplace folgende Beziehungen her:

  • K = P * r / ( 2 * d ) für kugelförmige Organe
  • K = P * r / d für zylindrische Organe
  • K = Wandspannung
  • P = transmuraler Druck
  • r = Gefäßradius
  • d = Wanddicke

Dieser Zusammenhang zwischen den einzelnen Variablen ist sehr wichtig für das physiologische Verständnis vieler Regulationen und pathophysiologischer Veränderungen am Herzen und an den Kreislaufgefäßen.

Es besagt beispielsweise, dass eine erhöhte Wandspannung, die durch einen erhöhten transmuralen Druck erzeugt wird, dadurch wieder gesenkt werden kann, indem das Kammermyokard entsprechend hypertrophiert (d wird vergrößert).

Daraus resultiert die Erklärung für eine linksventrikuläre Hypertrophie bei erhöhter Nachlast, welche wiederum durch Bluthochdruck oder eine Aortenklappenstenose verursacht werden kann.

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 7. September 2017 um 15:56 Uhr bearbeitet.

Die Gleichung im Text ist nur nach K statt nach P aufgelöst, sagt daher das gleiche. Die Formel für zylindrische Körper habe ich ergänzt. Danke.
#2 am 07.09.2017 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Laut Taschenatlas Physiologie von Thieme (S.200) gilt für kugelförmige Hohlorgane P= 2x(Kxd)/r und für zylindrische P= (Kxd)/r
#1 am 06.09.2017 von Marie Mertz (Student/in der Humanmedizin)

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