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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist wahr: Wir sind an den Strand gefahren und machen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 23. bis 31. Juli 2016 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 01. August kann wieder mit voller Kraft geschrieben werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn Ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Schenkelhernie

Synonym: Hernia femoralis, Femoralhernie
English: femoral hernia

1 Definition

Die Schenkelhernie ist eine Hernie, bei der die Bruchpforte zwischen Leistenband und Beckenwand, d.h. im Gegensatz zur Leistenhernie unterhalb des Leistenbands liegt. Der Bruch verläuft also durch die Lacuna vasorum oder weitaus seltener durch die Lacuna musculorum.

2 Epidemiologie

Mit rund 5 % ist die Schenkelhernie eher eine der selteneren Hernienformen. Im Vergleich sind deutlich mehr Frauen mit Häufigkeitsgipfel ab dem 50. Lebensjahr betroffen.

3 Pathogenese

Schenkelhernien sind immer erworbene Hernien. Sie treten überwiegend bei älteren Frauen auf und treten fast immer durch die Lacuna vasorum hindurch. Nach einer Leistenhernien-Operation nach Shouldice oder Bassini kommen sie auch bei Männern vor. Die Brüche erscheinen nach Durchtritt durch die Fossa ovalis unter der Haut. Inkarzerationen als Komplikation einer Schenkelhernie sind aufgrund der bedrängten anatomischen Verhältnisse in der Region häufig.

4 Diagnostik

Schenkelhernien sind schmerzhafter als Leistenhernien. Die klinische Diagnose einer Schenkelhernie ist jedoch schwer. Nur große Hernien sind regelmäßig unter dem Leistenband tastbar und der klinischen Untersuchung direkt zugänglich. Häufig imponiert die Schenkelhernie als Ileus, wobei die sichere Diagnose einer Schenkelhernie mangels Tastbarkeit erst intraoperativ bei der Exploration gestellt werden kann.

5 Therapie

Die Schenkelhernie wird immer operativ versorgt. Prinzipiell eignen sich hierzu offene und auch minimal-invasive Verfahren.

  • Bei den offenen Verfahren erfolgt eine Schenkelhernienoperation nach Shouldice. Hierbei wird der Bruchinhalt reponiert, der Bruchsack angetragen und die Bruchpforte durch eine doppelte Naht verschlossen. Zur weiteren Stabilisierung wird das Leistenband an das Ligamentum pectineum genäht.
  • Minimal-invasiv eignet sich zur Versorgung einer Schenkelhernie die TER (Total Extraperitoneal Repair), bei der die Darstellung des Bruches mittels einer über Trokar eingeführten Optik erfolgt. Der Bruchsack wird reponiert, die Bruchpforte wird durch die Einlage und Fixation eines Kunststoffnetzes (z.B. Sublay-Mesh) verschlossen.
Video: Laparoscopic TEP Inguinal Hernia Repair

Tags:

Fachgebiete: Viszeralchirurgie

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