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Nikotinrezeptor

Synonyme: Nikotinerger Acetylcholinrezeptor, Nikotinerger Rezeptor, nAChR, n-Cholinrezeptor

1 Definition

Nikotinrezeptoren sind für die schnelle synaptische Transmission in den neuro-neuronalen und in den neuromuskulären Synapsen verantwortlich. Sie werden durch Acetylcholin und agonistisch durch Nikotin erregt. Es handelt sich um ionotrope Rezeptoren.

2 Vorkommen

Nikotinrezeptoren finden sich:

Die Rezeptorendichte an der postsynaptischen Membran ist hoch. Sie beträgt etwa 104/μm2.

3 Struktur

Nikotinrezeptoren bestehen aus 5 Protein-Untereinheiten, die sich ringförmig als Ionenkanal anordnen und die man als alpha-, beta-, gamma- und delta-Untereinheit bezeichnet. Die alpha-Untereinheit kommt zweimal vor und bildet die Bindungsstelle für Acetylcholin, sodass für die Aktivierung des Rezeptors 2 Moleküle Acetylcholin gebunden werden müssen. Bei Bindung des Acetylcholins kommt es zu einer erhöhten Öffnungswahrscheinlichkeit des Ionenkanals. Im Gegensatz zu den Muskarinrezeptoren nennt man sie deshalb ionotrope Rezeptoren. Sie sind eng aneinander gelagert, bilden aber kein zusammenhängendes Polypeptid.

Die Untereinheiten wurden bereits vollständig sequenziert. Es werden vier verschiedene Typen unterschieden, die wie Bausteine zu einem Kanal zusammengesetzt werden. Zu jedem Typ von Untereinheit existieren zahlreiche Subtypen. Die sich daraus ergebende Kombinationsvielfalt macht eine genaue Charakterisierung schwierig. Nikotinrezeptoren an motorischen Endplatten bestehen aus 2 α1 Untereinheiten und je einer β1, γ und δ Untereinheit.

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