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Disease-modifying anti-rheumatic drug

(Weitergeleitet von DMARD)

Synonyme: krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum, progressionsverlangsamendes Antirheumatikum

1 Definition

Unter dem Begriff Disease-modifying anti-rheumatic drug, kurz DMARD, werden verschiedene Wirkstoffe zusammengefasst, welche die Progression einer rheumatoiden Arthritis verlangsamen können.

2 Einteilung

2.1 Konventionelle synthetische DMARDs (csDMARDs)

2.2 Biologische DMARDs (bDMARDs)

3 Wirkung

Die Wirkstoffe, die zu den Disease-modifying anti-rheumatic drugs gezählt werden, variieren chemisch und unterscheiden sich entsprechend in ihren Wirkmechanismen. Der Begriff wird vor allem zur Abgrenzung zu nichtsteroidalen Antirheumatika, die antiinflammatorisch wirken, und zu Glukokortikoiden verwendet, die beide ebenfalls zur Therapie der rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden.

DMARDs sind dadurch charakterisiert, dass sie das Fortschreiten der Erkrankungen verlangsamen und zu einer Remission führen können.

4 Indikation

Bei Diagnose einer rheumatoiden Arthritis wird aktuell eine sofortige Therapie mit csDMARDs empfohlen, um die Krankheitsaktivität möglichst schnell zu stoppen bzw. zu reduzieren. Methotrexat ist dabei das Mittel der ersten Wahl. DMARDs können als Monotherapie oder in Kombination eingesetzt werden.[1]

Die neueren, biologischen DMARDs können bei unzureichender Ansprache auf konventionelle DMARDs eingesetzt werden. Indiziert ist in der Regel eine Kombinationstherapie mit Methotrexat.[1]

5 Quellen

  1. 1,0 1,1 S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis; 2012
Wenn sich eine englische Abkürzung einmal eingebürgert hat, ist es schwer, eine deutsche Übersetzung tu etablieren.
#5 am 17.11.2017 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Ich schlage die Umschreibung "Progressionsverlangsamende Antirheumatika" vor, und füge das dem Artikel als Synonym bei.
#4 am 17.11.2017 von Thomas Waldkircher (Sonstige)
Vielen Dank für die sachliche Info. Für DMARDs gibt es nach wie vor keine gute Bezeichnung in deutscher Sprache, statt dessen taucht immer öfter das sehr verallgemeinernde "Basismedikamente" auf, auch das Adjektiv "langwirksam" oder sogar "langsamwirksam", manchmal in Verbindung mit der Vorstellung, dass diese Medikamente auch erst nach einiger Zeit wirken (Wikipedia). Das geht wohl auf einige vereinfachende Artikel der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zurück. Meiner Meinung nach sollte die im Artikel vorangestellte "Verlangsamung der Progression" mehr im Vordergrund stehen, und vielleicht irgendwann zu einer deutschen Begriffsbildung führen.
#3 am 17.11.2017 von Thomas Waldkircher (Sonstige)
Hallo Herr Barth, Sie sind herzlich eingeladen, den Artikel selbst zu bearbeiten und zu erweitern. Beim Flexikon kann sich jeder beteiligen. Einfach auf den roten "Bearbeiten"-Button klicken und den Text editieren. Viele Grüße
#2 am 15.09.2016 von Dr. Carina Hönscher
Leider ist der Artikel noch unvollständig und sollte entsprechend neuerer Informationen überarbeitet werden. es heisst übrigens csDMARD und nicht scDMARD.
#1 am 15.09.2016 von Michael Barth (Wissenschaftlicher Mitarbeiter (für klinische Studien))

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