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Hyponatriämie

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Englisch: hyponatr(a)emia

1. Definition [bearbeiten]

Unter einer Hyponatriämie versteht man eine verminderte Konzentration von Natriumionen im Blut bzw. im Blutplasma.

2. Formen [bearbeiten]

2.1. Hypovolämische Hyponatriämie [bearbeiten]

Die hypovolämische Hyponatriämie entsteht durch einen Volumenmangel bzw. ein herabgesetztes Gesamtkörperwasser (TBW), z.B. bei Diarrhoe, Erbrechen, Diuretikagabe oder bei Dehydratation. Das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen (ECF) ist reduziert, der Natriumgehalt des Körpers (Gesamtkörpernatrium) ist relativ gesehen jedoch noch stärker reduziert.

2.2. Hypervolämische Hyponatriämie [bearbeiten]

Bei der hypervolämischen Hyponatriämie ist das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen (ECF) stark erhöht, bei relativ gesehen geringerer Erhöhung des Gesamtkörpernatriums. Die hypervolämische Hyponatriämie macht sich durch Ödeme bemerkbar. Man begegnet ihr u.a. bei Herzinsuffizienz, nephrotischem Syndrom, Leberzirrhose und Niereninsuffizienz.

2.3. Isovolämische Hyponatriämie [bearbeiten]

Bei der isovolämische Hyponatriämie steht die Wasserretention im Vordergrund. Das Gesamtkörperwasser ist erhöht, während das Gesamtkörpernatrium normal ist. Das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen ist minimal bis mäßig erhöht, es liegen aber keine Ödeme vor. Gründe für die Isovolämische Hyponatriämie sind unter anderem Glukokortikoidmangel, wasserretinierende Medikamente, Hypothyreose, und das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH).

2.4. Pseudohyponatriämie [bearbeiten]

Von einer Pseudohyponatriämie spricht man bei stark erhöhten Lipiden, Hyperproteinämie und Hyperglykämie. Hier ist die Natriumkonzentration im Gesamtplasma vermindert, im Plasmawasser jedoch normal.

3. Symptomatik [bearbeiten]

Die Symptome einer Hyponatriämie sind unspezifisch und werden deshalb häufig falsch zugeordnet. Zu ihnen zählen unter anderem:

4. Therapie [bearbeiten]

Die Therapie richtet sich nach der Ursache bzw. genauen Form der Hyponatriämie:

  • Hypovolämie: Volumensubstitution mit isotoner NaCl-Lösung
  • Isovolämie: Langsame und nur partielle Natrium-Substitution
  • Hypervolämie: Begrenzung der Flüssigkeitszufuhr

Die Korrektur eines Natriumdefizits sollte nur langsam unter engmaschiger Kontrolle erfolgen. Anzustreben ist eine Anhebung bei einem Ausgangswert unter 125 mmol/l, wobei eine Anhebung 20 mmol/l/24h nicht übersteigen sollte. Andernfalls droht als Komplikation der Natriumsubstitution die zentrale pontine Myelinolyse. Als Merkregel sind in 5,85%-iger NaCl-Lösung 1 mmol Natrium pro ml enthalten.

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