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Alkaloid

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Englisch: alkaloid

1. Definition [bearbeiten]

Alkaloide sind natürlich vorkommende, chemische Verbindungen, welche heterocyclisch gebundene Stickstoffatome enthalten. Durch das freie Elektronenpaar am Stickstoffatom bedingt reagieren Alkaloide zumeist basisch (daher auch der Name alkaloid = basenähnlich).

2. Vorkommen und Gewinnung [bearbeiten]

Alkaloide sind in der Mehrzahl Derivate von Aminosäuren. Sie kommen in der Natur zumeist in Pflanzen vor, wie beispielsweise das Morphin, welches neben anderen Alkaloiden im Schlafmohn enthalten ist. Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin sind untereinander ähnliche Alkaloide, welche die Giftstoffe der Engelstrompete und des Stechapfels darstellen. Digitoxin, der toxische Wirkstoff des Fingerhuts, ist ebenfalls ein stark wirkendes Alkaloid. Viele weitere Alkaloide wie z.B. das Heroin werden synthetisch hergestellt.

3. Beispiele für Alkaloide [bearbeiten]

Beispiele für gängige Alkaloide sind

4. Wirkung und Verwendung [bearbeiten]

Sehr viele dieser Alkaloide zeigen starke pharmakologische Wirkung. Sie werden beispielsweise als Analgetika nach Operationen (z.B. Cocain nach Augenoperationen) oder Sedativa verwendet.

Alkaloiden wird auch halluzinogene Wirkung zugesprochen. Andere Alkaloide wie das Nicotin oder das Coffein sind als Stimulantien bekannt.

Die Gefahr dieser Stoffgruppe liegt jedoch darin, dass sie zu physischer und psychischer Abhängigkeit führen können. Schon die einmalige Einnahme von Heroin zum Beispiel kann eine körperliche Abhängigkeit bedingen. Desweiteren sind Alkaloide wie Strychnin oder Brucin starke Gifte, wie aus manchem Kriminalroman bekannt sein dürfte.

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