Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Analgetikum

(Weitergeleitet von Analgetika)

Synonym: Schmerzmittel
Englisch: analgesic

1 Definition

Als Analgetika bezeichnet man Medikamente, die eine schmerzstillende oder schmerzlindernde Wirkung besitzen. Sie werden zur Behandlung von akuten oder chronischen Schmerzen eingesetzt.

2 Wirkung

Analgetika greifen über unterschiedliche biochemische Mechanismen in die Schmerzentstehung, Schmerzweiterleitung oder Schmerzverarbeitung ein und führen zur Aufhebung (Analgesie), Abschwächung oder Modifikation des Schmerzes. Das Bewusstsein, die sensorische Wahrnehmung und andere wichtige Funktionen des ZNS werden bei Verwendung in therapeutischen Dosen nicht beeinflusst.

3 Einteilung

Analgetika lassen sich nach mehreren Gesichtspunkten einteilen:

3.1 Wirkstärke

Diese Unterteilung richtet sich nach der analgetischen Wirkung der einzelnen Substanzen, wobei berücksichtigt werden muss, dass die Wirkstärke eines Analgetikums auch maßgeblich von seiner Dosierung abhängt.

3.2 Wirkort

Nach dem Angriffspunkt der Wirkung lassen sich Analgetika differenzieren in:

  • Peripher wirksame Analgetika: Sie wirken in der Körperperipherie und greifen durch Hemmung der Cyclooxygenase in die Biosynthese der Prostaglandine ein. Dadurch kommt es zu einer Blockierung der Schmerzweiterleitung.
  • Zentral wirksame Analgetika: Sie setzen an Nervenzellstrukturen im ZNS an, die für die Schmerzwahrnehmung verantwortlich sind und beinflussen sie über bestimmte Rezeptoren. Dazu zählen Endorphin-Rezeptoren (Opiatrezeptoren) oder NMDA-Rezeptoren. Der Patient kann den Schmerz weiterhin lokalisieren, jedoch verliert der Schmerz den für den Patienten bedrohlichen Charakter (Der Schmerz tut nicht mehr weh.).

3.3 Rezeptor

Eine weitere Dimension zur Unterteilung stellt der von den verschiedenen Analgetika besetzte Rezeptor dar:

  • Nicht-Opioidanalgetika: Hierzu zählen alle Schmerzmedikamente, die nicht an Opiatrezeptoren wirksam sind, unabhägig davon, ob sie nur periphere oder auch zentrale Wirkungen entfalten. Hierzu gehören die nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR), das Paracetamol, die Pyrazolone (Metamizol), sowie Flupirtin und Nefopam.
  • Opioidanalgetika: In die Klasse der Opioidanalgetika fallen alle Wirkstoffe, die an einem Opiatrezeptor analgetisch wirksam sind, zum Beispiel das Morphium.
  • NMDA-Rezeptorantagonisten: Sie werden auch als Anästhetika eingesetzt. Ein Vertreter ist das Ketamin.
  • N-Typ Calciumkanalblocker: In diese Gruppe fällt der Wirkstoff Ziconotide. Diese Medikamente werden direkt intrathekal injiziert.

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Fachgebiete: Pharmakologie

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