Blutdrucksenkung
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Synonym: antihypertensive Therapie
1. Definition
Unter dem Begriff Blutdrucksenkung fast man medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapiemaßnahmen zusammen, die zur Behandlung einer arteriellen Hypertonie eingesetzt werden.
2. Hintergrund
Das genaue therapeutische Vorgehen richtet sich nach dem Grad der Hypertonie und dem Vorliegen begleitender Risikofaktoren. Übergreifendes Ziel ist es, den Blutdruck auf Werte unter 140/90 zu senken.
3. Nicht-medikamentöse Blutdrucksenkung
Die nicht-medikamentösen Maßnahmen zur Blutdrucksenkung werden in den Leitlinien auch als "Lebenstiländerungen" bezeichnet. Sie sind sowohl präventiv als auch therapetisch wirksam und umfassen:
- Gewichtsreduktion
- Regelmäßige körperliche Bewegung bzw. moderates Ausdauertraining
- Beschränkung des Alkoholkonsums auf 10-20 g/Tag (Frauen) bzw. 20-30 g/Tag (Männer)
- Kochsalzrestriktion auf 5-6 g/Tag
- Nikotinverzicht
- Stressvermeidung
Lebensstiländerungen können bei einer Hypertonie vom Grad 1 eine medikamentöse Therapie verzögern und ggf. sogar verhindern. Ein Problem ist allerdings die geringe Adhärenz der Patienten über längere Zeiträume.
4. Medikamentöse Blutdrucksenkung
Für die medikamentöse Blutdrucksenkung werden Antihypertensiva eingesetzt. Zur Anwendung kommen Diuretika, Betablocker, Calciumantagonisten, ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorantagonisten in Mono- oder Kombinationstherapie.