Pinealom: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 5. Januar 2010, 21:38 Uhr
Definition
Als ‘’’Pinealom’’’ bezeichnet man einen seltenen Tumor der Zirbeldrüse (Glandula pinealis, Epiphysis cerebri).
Ätiologie
Pinealome können auf Proliferation unterschiedlicher Zellen beruhen, dies sind:
- Pineocyten (Pineozytom, Pineoblastom)
- Astrozyten (Astrozytom) oder
- Keimzellen (Germinom = Keimzelltumor).
Keimzelltumoren sind die häufigsten Vertreter der Pinealome. Pinealome wachsen meist langsam, jedoch lokal-invasiv. Pineoblastome sind von höherem Malignitätsgrad und haben eine ungünstigere Prognose.
Symptome
Durch ein Pinealome kann das vertikale Blickzentrum im Tectum des Mittelhirns komprimiert werden, was sich meist als Störung beim Blick nach oben äußert (Parinaud Syndrom, vertikale Blicklähmung). Die Zirbeldrüse für die Produktion von Melatonin aus dem Botenstoff Serotonin zuständig. Pinealome können zu einer inadequaten Melatoninproduktion und folglich zu Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus führen. Desweiteren können Hydrocephalus (Behinderung der Liquorzirkulation), Gangstörungen (Ataxie), Kopfschmerzen, Hormonstörungen (Pubertas praecox).
Diagnostik
Die Diagnose wird mittels MRT des Gehirns gestellt.