Ventrogluteale Injektion nach Hochstetter: Unterschied zwischen den Versionen

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Für die [[Injektion]] wird der Patient in Seitenlage gebracht und anschließend mit der gegensinnigen Hand (re. Glutealmuskel- li. Hand, li. Glutealmuskel- re. Hand) die knöchernen Orientierungspunkte ertastet. Hierbei sucht der Zeigefinger die Spina iliaca anterior und der abgespreizte Mittelfinger die Eminentia cristae iliacae auf. Unter Belassung des Zeigefingers auf dem Darmbeinstachel wird die Hand um ca. 2cm in ventraler Richtung gedreht, sodass der Handballen auf dem Trochanter major zu liegen kommt. Die Spitze des zwischen dem  abgespreizten Zeige- und Mittelfinger liegenden V bildet das Injektionsgebiet, das mittels Hilfsmittel (z.B. Kanülenkappe) markiert wird. Nach Desinfektion erfolgt die Injektion in senkrechter Richtung, wobei die Injektionsnadel leicht nach kranial zeigt.
Für die [[Injektion]] wird der Patient in Seitenlage gebracht und anschließend mit der gegensinnigen Hand (re. Glutealmuskel- li. Hand, li. Glutealmuskel- re. Hand) die knöchernen Orientierungspunkte ertastet. Hierbei sucht der Zeigefinger die Spina iliaca anterior und der abgespreizte Mittelfinger die Eminentia cristae iliacae auf. Unter Belassung des Zeigefingers auf dem Darmbeinstachel wird die Hand um ca. 2cm in ventraler Richtung gedreht, sodass der Handballen auf dem Trochanter major zu liegen kommt. Die Spitze des zwischen dem  abgespreizten Zeige- und Mittelfinger liegenden V bildet das Injektionsgebiet, das mittels Hilfsmittel (z.B. Kanülenkappe) markiert wird. Nach Desinfektion erfolgt die Injektion in senkrechter Richtung, wobei die Injektionsnadel leicht nach kranial zeigt.


Zur Vermeidung von Folgekomplikationen (siehe [[intramuskuläre Injektion]]) muss vor [[Applikation]] durch [[Aspiration]] sichergestellt werden, dass kein Gefäß punktiert wurde.
Zur Vermeidung von Folgekomplikationen ([[Embolia cutis medicamentosa]]) muss vor [[Applikation]] durch [[Aspiration]] sichergestellt werden, dass kein Gefäß punktiert wurde.
 
''siehe auch [[ventrogluteale Injektion nach Sachtleben]]''
[[Fachgebiet:Krankenpflege]][[Fachgebiet:Allgemeinmedizin]]
[[Fachgebiet:Krankenpflege]][[Fachgebiet:Allgemeinmedizin]]

Version vom 30. September 2009, 10:53 Uhr

Definition

Die ventrogluteale Injektion nach Hochstetter bezeichnet eine Injektionstechnik zur intramuskuläre Injektion in den Musculus gluteus medius bzw. minimus bei Erwachsenen.

Durchführung

Zur Lokalisation der Injektionsstelle dienen 3 anatomische Landmarken:

Für die Injektion wird der Patient in Seitenlage gebracht und anschließend mit der gegensinnigen Hand (re. Glutealmuskel- li. Hand, li. Glutealmuskel- re. Hand) die knöchernen Orientierungspunkte ertastet. Hierbei sucht der Zeigefinger die Spina iliaca anterior und der abgespreizte Mittelfinger die Eminentia cristae iliacae auf. Unter Belassung des Zeigefingers auf dem Darmbeinstachel wird die Hand um ca. 2cm in ventraler Richtung gedreht, sodass der Handballen auf dem Trochanter major zu liegen kommt. Die Spitze des zwischen dem abgespreizten Zeige- und Mittelfinger liegenden V bildet das Injektionsgebiet, das mittels Hilfsmittel (z.B. Kanülenkappe) markiert wird. Nach Desinfektion erfolgt die Injektion in senkrechter Richtung, wobei die Injektionsnadel leicht nach kranial zeigt.

Zur Vermeidung von Folgekomplikationen (Embolia cutis medicamentosa) muss vor Applikation durch Aspiration sichergestellt werden, dass kein Gefäß punktiert wurde.

siehe auch ventrogluteale Injektion nach Sachtleben