Rezeptor-assoziierte Tyrosinkinase: Unterschied zwischen den Versionen

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==Definition==
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'''Rezeptor-assoziierte Tyrosinkinasen''' sind [[Rezeptor]]en, die keine eigene Tyrosinkinaseaktivität aufweisen. Sie sind über ihre [[zytosol]]ischen [[Domäne]]n [[konstitutiv]] mit [[Tyrosinkinase]]n aus der Familie der [[Januskinase]]n (JAKs) assoziiert.
'''Rezeptor-assoziierte Tyrosinkinasen''', kurz '''RATKs''', sind [[Tyrosinkinase|Tyrosinkinasen]], die [[konstitutiv]] über ihre [[Zytosolisch|zytosolische]] [[Domäne]] mit einem [[Transmembranrezeptor]] verbunden sind. Zu ihnen gehören z.B. [[Januskinase|Januskinasen]] oder Proteine der [[Src|Src-Familien]]. Die Transmembranrezeptoren bezeichnet man analog als [[Tyrosinkinase-assoziierter Rezeptor|Tyrosinkinase-assoziierte Rezeptoren]] (TKaRs).  


''siehe auch:'' [[Rezeptortyrosinkinase]]
== Biochemie ==
Die [[Ligand|Ligandenbindung]] führt zur [[Dimerisierung]] bzw. [[Oligomerisierung]] der [[Monomer|monomeren]] Rezeptoren, wodurch die assoziierten Tyrosinkinasen [[Autophosphorylierung|autophosphoryliert]] und aktiviert werden. Die aktivierten Tyrosinkinasen phosphorylieren anschließend die Tyrosinreste des Rezeptors und erzeugen dadurch [[Bindungsstelle|Bindungsstellen]] für bestimmte Proteine. Zytosolische Proteine (z.B. [[STAT-Protein|STAT-Proteine]]), die als Monomere inaktiv sind, binden an den Rezeptor und werden ebenfalls phosphoryliert. Das entstehende STAT-Dimer [[Diffusion|diffundiert]] in den [[Zellkern]] und reguliert als [[Transkriptionsfaktor]] entsprechende [[Zielgen|Zielgene]].  <dcembed ratio="16x9" caption="JAK/STAT-Signalweg"><dcEmbedUrl src="https://www.doccheck.com/de/detail/photos/41188-jak-stat-signalweg"></dcEmbedUrl></dcembed>''siehe auch:'' [[Rezeptortyrosinkinase]]


==Biochemie==
==Literatur==
Aufgrund konservierter [[Struktur]]merkmale, lassen sich die Rezeptoren in zwei Gruppen unterteilen, die z.T. aus mehreren Untereinheiten aufgebaut sind:
*[[Typ-I-Zytokinrezeptor]]en
*[[Typ-II-Zytokinrezeptor]]en


==Literatur==
* Joachim Rassow et al. Duale Reihe Biochemie. Thieme-Verlag, 3. Auflage. 2008
*"Duale Reihe Biochemie" - Joachim Rassow et. al., Thieme-Verlag, 3. Auflage
*Lexikon der Biochemie – [https://www.spektrum.de/lexikon/biochemie/tyrosin-kinase-assoziierte-rezeptoren/6406 Tyrosin-Kinase-assoziierte Rezeptoren], abgerufen am 05.02.2024
[[Fachgebiet:Biochemie]]
[[Fachgebiet:Biochemie]]
[[Fachgebiet:Physiologie]]
[[Fachgebiet:Physiologie]]

Aktuelle Version vom 21. März 2024, 09:54 Uhr

Englisch: receptor associated tyrosine kinase

Definition

Rezeptor-assoziierte Tyrosinkinasen, kurz RATKs, sind Tyrosinkinasen, die konstitutiv über ihre zytosolische Domäne mit einem Transmembranrezeptor verbunden sind. Zu ihnen gehören z.B. Januskinasen oder Proteine der Src-Familien. Die Transmembranrezeptoren bezeichnet man analog als Tyrosinkinase-assoziierte Rezeptoren (TKaRs).

Biochemie

Die Ligandenbindung führt zur Dimerisierung bzw. Oligomerisierung der monomeren Rezeptoren, wodurch die assoziierten Tyrosinkinasen autophosphoryliert und aktiviert werden. Die aktivierten Tyrosinkinasen phosphorylieren anschließend die Tyrosinreste des Rezeptors und erzeugen dadurch Bindungsstellen für bestimmte Proteine. Zytosolische Proteine (z.B. STAT-Proteine), die als Monomere inaktiv sind, binden an den Rezeptor und werden ebenfalls phosphoryliert. Das entstehende STAT-Dimer diffundiert in den Zellkern und reguliert als Transkriptionsfaktor entsprechende Zielgene.

JAK/STAT-Signalweg

siehe auch: Rezeptortyrosinkinase

Literatur