Rezeptor-assoziierte Tyrosinkinase: Unterschied zwischen den Versionen
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== | ==Literatur== | ||
* Joachim Rassow et al. Duale Reihe Biochemie. Thieme-Verlag, 3. Auflage. 2008 | |||
* | *Lexikon der Biochemie – [https://www.spektrum.de/lexikon/biochemie/tyrosin-kinase-assoziierte-rezeptoren/6406 Tyrosin-Kinase-assoziierte Rezeptoren], abgerufen am 05.02.2024 | ||
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Aktuelle Version vom 21. März 2024, 09:54 Uhr
Englisch: receptor associated tyrosine kinase
Definition
Rezeptor-assoziierte Tyrosinkinasen, kurz RATKs, sind Tyrosinkinasen, die konstitutiv über ihre zytosolische Domäne mit einem Transmembranrezeptor verbunden sind. Zu ihnen gehören z.B. Januskinasen oder Proteine der Src-Familien. Die Transmembranrezeptoren bezeichnet man analog als Tyrosinkinase-assoziierte Rezeptoren (TKaRs).
Biochemie
Die Ligandenbindung führt zur Dimerisierung bzw. Oligomerisierung der monomeren Rezeptoren, wodurch die assoziierten Tyrosinkinasen autophosphoryliert und aktiviert werden. Die aktivierten Tyrosinkinasen phosphorylieren anschließend die Tyrosinreste des Rezeptors und erzeugen dadurch Bindungsstellen für bestimmte Proteine. Zytosolische Proteine (z.B. STAT-Proteine), die als Monomere inaktiv sind, binden an den Rezeptor und werden ebenfalls phosphoryliert. Das entstehende STAT-Dimer diffundiert in den Zellkern und reguliert als Transkriptionsfaktor entsprechende Zielgene.
siehe auch: Rezeptortyrosinkinase
Literatur
- Joachim Rassow et al. Duale Reihe Biochemie. Thieme-Verlag, 3. Auflage. 2008
- Lexikon der Biochemie – Tyrosin-Kinase-assoziierte Rezeptoren, abgerufen am 05.02.2024