Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Wendl-Tubus

nach dem Erfinder Johann Karl Wendl (1958), deutscher Mediziner
Synonyme: "Wendl", Nasopharyngealtubus nach Wendl
Englisch: nasopharyngeal airway

1 Definition

Der Wendl-Tubus ist ein Nasopharyngealtubus, der unterstützend die Atemwege freihalten soll.

2 Hintergrund

Der Wendl-Tubus wird nach dem Befeuchten mit einem Gleitmedium (z.B. Kochsalzlösung, Gleitgel) über die Nase bis zum Pharynx eingeführt. Dort kommt das kaudale Ende des Tubus zum Liegen. Der Wendl-Tubus gewährleistet ein Freihalten der Atemwege, da er ein Zurückfallen der Zunge bei Bewusstlosigkeit verhindert. Eine Aspiration ist dennoch möglich, da im Gegensatz zum Endotrachealtubus die Stimmritze frei bleibt.

3 Indikation

Der Wendl-Tubus findet hauptsächlich postoperativ bei Patienten Verwendung, die einen Guedel-Tubus schlecht tolerieren. Zudem wird er in Notfallsituatonen vom Notarzt als zweite Wahl bei Patienten herangezogen, bei denen das Einsetzen eines Guedel-Tubus nicht möglich ist (z.B. schweres Kiefertrauma, allergische Reaktionen im Mundbereich). Sein Vorteil liegt darin, dass er im Gegensatz zum Guedel-Tubus einen deutlich geringeren Würgereiz auslöst.

4 Größe

Der Wendl-Tubus ist in verschiedenen Größen erhältlich und wird in der Einheit Charrière angegeben. Erhältlich sind Größen von CH16 bis CH36.

5 Anwendung

Um ein korrektes Einsetzen zu gewährleisten, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Nase freimachen (ggf. reinigen, abschwellen)
  • Größe auswählen (Distanz Nasenspitze - Ohrläppchen)
  • Tubus befeuchten (z.B. NaCl-Lösung, Gleitgel)
  • Kopf in Neutralposition, Nasenspitze etwas anheben
  • Wendl-Tubus sanft mit Drehbewegung in die Nase einführen
  • Fixierung des Tubus durch Pflasterstreifen

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Februar 2020 um 13:41 Uhr bearbeitet.

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