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Wabenlunge

Synonym: zystische Lungenkrankheit, Zystenlunge, Sacklunge
Englisch: honeycomb lung

1 Definition

Von einer Wabenlunge spricht man in der Pneumologie, wenn das normale Lungengewebe kleinzystisch degeneriert und weitgehend durch dünnwandige Hohlräume (Zysten) ersetzt wird. Sie stellt das Endstadium einer Lungenfibrose dar.

ICD10-Codes:

  • J98.4: Zystische Lungenkrankheit (erworben oder nicht näher bezeichnet)
  • Q33.0: Angeborene Zystenlunge

2 Pathologie

Eine Wabenlunge entsteht in der Regel durch bindegewebige, vorwiegend in den Unterlappen lokalisierte Umbauprozesse des Lungenparenchyms, wie sie bei interstitiellen Lungenerkrankungen auftreten.

In der Folge der Minderbelüftung kann es im schubweise-progressiven Verlauf zu einem Circulus vitiosus mit rezidivierenden Infektionen und weiterer narbiger Schrumpfung des Lungengewebes kommen. Die Umbauvorgänge können bei zunehmender Rechtsherzbelastung zur kardiorespiratorischen Insuffizienz mit Cor pulmonale führen.

Eine Wabenlunge kann jedoch auch auf angeborenen Fehlbildungen beruhen (evtl. auch mit Zysten anderer Organe; Situs inversus).

Pathologisch-anatomisch findet sich ein diffuses, bronchiolo-alveoläres Emphysem mit Lungenfibrose. Im Röntgenthorax sieht man ca. 1 cm durchmessende Aufhellungen mit Ringschatten in verdichtetem Lungengewebe.

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