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Tuschepräparat

1 Definition

Ein Tuschepräparat ist eine mikroskopische Untersuchungstechnik, um bekapselte Bakterien und Hefen darzustellen. Hauptanwendung ist die Diagnostik von Cryptococcus neoformans.

2 Methode

Die Bakteriensuspension wird auf einen Objektträger getropft und mit einem Tropfen Zeichentusche versetzt. Wichtig ist, dass es sich um Tusche und nicht um Tinte handelt, da Tusche feine Farbpigmente enthält. Flüssiges Probenmaterial, z.B. Liquor oder Punktate, kann vorher zentrifugiert werden, um die Bakterien anzureichern. Die Untersuchung erfolgt dann aus dem Sediment.

Das Präparat wird mit einem Deckglas abgedeckt und bei hoher Vergrößerung (Ölimmersion) mikroskopiert. Die Bakterienkapsel stellt sich im Negativkontrast dar.

3 Bedeutung

Das Verfahren ist einfach und wenig aufwändig. Aufgrund der besseren Therapieoptionen der HIV-Infektion (HAART), durch die AIDS-definierende Erkrankungen viel seltener geworden sind, und der weiten Verbreitung anderer Testverfahren wie Molekulargenetik wird es aber kaum noch in der Routine eingesetzt.

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