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Thermosensor

1 Definition

Thermosensoren sind Organe, die der Wahrnehmung von Temperaturen dienen. Man unterscheidet Warmsensoren von Kaltsensoren.

2 Histologie

Thermosensoren sind histologisch gesehen freie Nervenendigungen.

2.1 Kaltsensoren

Die Minorität der Kaltsensoren besteht aus markarmen Nervenfasern der Klasse III. Die meisten von ihnen stellen marklose Nervenfasern der Klasse IV dar. Die Nervenendigungen liegen unter der Epidermis.

2.2 Warmsensoren

Warmsensoren bestehen ausschließlich aus marklosen Nervenfasern der Klasse IV. Ihre Endigungen liegen in der Dermis.

3 Physiologie

Thermosensoren detektieren Änderungen der Temperatur der Haut sowie die Geschwindigkeit dieser Änderungen. Es handelt sich also um PD-Sensoren.

3.1 Kaltsensoren

Temperaturen von 15°C bis 35°C werden von den Kaltsensoren in Aktionspotenziale umgesetzt. Fallende Temperaturen bewirken zunächst eine Steigerung der Impulsrate, die ab 20°C wieder abnimmt. Temperaturen über 45°C aktivieren die Kaltsensoren und bewirken das Phänomen der paradoxen Kälteempfindung.

3.2 Warmsensoren

Warmsensoren setzen Temperaturen von 30°C bis 45°C in Aktionspotenziale um. Ihre Impulsrate steigt zunächst bis 40°C und fällt dann wieder ab.

Im Bereich von 30°C bis 35°C zeigen Kalt- und Warmsensoren eine Ruheaktivität.

Fachgebiete: Physiologie

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