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Seufzeratmung

Englisch: sigh respiration, sighing

1 Definition

Eine Seufzeratmung ist eine vor allem seelisch bedingte Dyspnoe. Sie macht sich durch (evtl. anfallsweise) auftretendes tiefes Atemholen bemerkbar. Dabei verspürt der Patient das Gefühl, zwangsweise tief durchatmen zu müssen.

2 Ursachen und Vorkommen

Die Seufzeratmung kann bei verschiedenen Krankheitsbildern mit Beeinflussung höhergradiger Atemzentren auftreten. Sie kommt z.B. beim nervösen Atmungssyndrom (Hyperventilationstetanie), bei psychischen Belastungen (als Ausdruck von Bedrückung, Niedergeschlagenheit, Kummer, Erleichterung, Müdigkeit) als Automatismus nach Ausfall höherer Atemzentren bei schwer kranken Patienten (Agonie), aber auch bei höhergradiger Adipositas (Pickwick-Syndrom) vor. Weiters kann sie im Schlaf bei obstruktivem Schlafapnoesyndrom auftreten.

3 Symptome

4 Therapie

Zur Atelektasen-Prophylaxe soll bei künstlicher Beatmung stoßweise eine Hyperventilation erfolgen. Weiters werden besonders bei übergewichtigen Patienten mit obstruktivem Schlafapnoesyndrom allgemeine, konservative Maßnahmen (Gewichtsreduktion, Bewegung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin, Schlafen in Seitenlage) empfohlen.

Bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen wird die Seufzeratmung in der Rehabilitation als Atemübung eingesetzt.

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