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Tardives Hämangiom

(Weitergeleitet von Seniles Hämangiom)

Synonyme: Seniles (Häm)angiom, Kirschhämangiom, "Rubinfleck", "Blutschwämmchen"

1 Definition

Tardive Hämangiome sind häufig multipel aufretende, benigne Gefäßneubildungen der Haut, die vorzugsweise am Rumpf lokalisiert sind.

2 Epidemiologie

Tardive Hämangiome treten ab dem 3. Lebensjahrzehnt auf. Mit dem Alter nimmt ihre Häufigkeit zu.

3 Symptome

Tardive Hämangiome präsentieren sich als schmerzlose, scharf begrenzte, hell- bis dunkelrote Knötchen oder Flecken. Nach einer Thrombosierung werden sich auch als schwarze Papeln manifest. Häufig treten sie am Rumpf, seltener an den Extremitäten oder im Gesicht auf. Sie können einzeln oder zahlreich in Gruppen stehen.

4 Diagnostik

Die Diagnose wird meist anhand der Anamnese sowie der Inspektion mit dem Dermatoskop als Blickdiagnose gestellt. Bei der Untersuchung mit einem Glasspatel lässt sich das Blut aus den Gefäßschlingen ausdrücken, so dass die Effloreszenz abblasst. Bei suspekter Größenzunahme ist eine Exzision mit pathohistologischer Untersuchung notwendig.

5 Differentialdiagnose

Das eruptive Auftreten von multiplen Hämangiomen kann Ausdruck einer Systemerkrankung, z.B. eines POEMS-Syndrom oder eines Castleman-Lymphoms, sein.

6 Therapie

Tardive Hämangiome lassen sich durch verschiedene dermatochirurgische Verfahren entfernen, u.a. durch Lasertherapie (Argonlaser), Kryotherapie, Elektrokauterisation oder Sklerotherapie.

Fachgebiete: Dermatologie

Diese Seite wurde zuletzt am 16. September 2020 um 16:51 Uhr bearbeitet.

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