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Schultze-Färbung

Nach Walter H. G. Schultze (1880 bis 1964), deutscher Pathologe
Synonyme: Schultze-Oxidase-Peroxidase-Färbung
Englisch: Schultze oxidase peroxidase reaction

1 Definition

Die Schultze-Färbung ist ein Verfahren zum Nachweis von Peroxidase-haltigen Granula in Blutzellen, beispielsweise im Rahmen der färberischen Aufarbeitung eines Blutausstriches.

2 Durchführung

Zum Nachweis von Blutperoxidasen im Rahmen der Schultze-Färbung wird ein luftgetrockneter frischer Blutausstrich entweder mit einer Naphthol-Lösung und im Anschluss mit einer Lösung von Benzidin und Wasserstoffperoxid in Alkohol versetzt und kann nach Trocknung gegengefärbt werden.

3 Färbeverhalten

Die Schultze-Färbung nutzt die noch intakte Peroxidasereaktion der in Blutzellen vorkommenden Enzyme aus, indem Farbstoffe gespalten werden und damit nachweisbar werden.

In der Schultze-Färbung erscheinen die Oxidasegranula der Granulozyten und einiger Monozyten im lichtmikroskopischen Bild bräunlich, während Blasten, Lymphozyten, Erythrozyten und Thrombozyten nicht angefärbt werden. Zusätzlich lassen sich mit der Färbung auch leukämische Myeloblasten identifizieren - diese Tatsache nutzt man bei der Leukämiediagnostik aus.

Fachgebiete: Hämatologie

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