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Symphysensprengung

(Weitergeleitet von Schambeinfugenriss)

Synonyme: Symphysenruptur, Schambeinfugenriss
Englisch: pubic symphysis disruption

1 Definition

Als Symphysensprengung bezeichnet man das traumatische Auseinanderreißen der Schambeinfuge (Symphysis pubica).

Die Erkrankung wird mit folgenden ICD10-Codes erfasst:

  • Traumatische Symphysensprengung: S33.4
  • Traumatische Symphysensprengung, unter der Geburt: O71.6

Die Konstellation aus Symphysensprengung und instabiler kompletter Beckenringfraktur bezeichnet man als Open-book-Fraktur.

2 Ätiologie

  • Unfall: Anterior-posteriores Kompressionstrauma
  • Geburt: Überdehnung des Gewebes unter der Geburt beim Durchtritt des Kindes

3 Therapie

Falls der Patient in einen Schock rutscht, erfolgt das schnellstmögliche Schliessen des Beckenringes und Fixierung durch Fixateur externe, da von einem massiven Blutverlust im Bereich des Beckens ausgegangen werden kann.

4 Prognose

In Folge einer Symphysensprengung verliert der Beckenring seine Stabilität, was zu Beschwerden im Bereich der Schamgegend und zu Rückenschmerzen führen kann. Da die Symphyse aus schlecht regenerierbarem Faserknorpel besteht, vollzieht sich die Heilung meist sehr langsam.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. November 2014 um 00:04 Uhr bearbeitet.

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