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SMA-Antikörper

Synonyme: smooth muscle antibody, SMA, anti-smooth muscle antibody, ASMA

1 Definition

Bei den SMA-Antikörpern handelt es sich um eine Gruppe von Autoantikörpern gegen polymerisiertes Aktin, Intermediärfilamente, Mikrofilamente sowie Mikrotubuli der glatten Muskulatur.

2 Nachweis

2.1 Indikation

SMA-Antikörper werden unter anderem im Rahmen der Differentialdiagnostik einer chronisch aktiven Hepatitis bestimmt, um zwischen einer Virushepatits und einer Autoimmunhepatitis zu unterscheiden. Auch bei der Diagnostik des Postkardiotomie-Syndroms, der Polymyositis oder des Postmyokardinfarkt-Syndroms kann der Nachweis der SMA-Antikörper wegweisend sein.

2.2 Material

Der Nachweis der SMA-Antikörper erfolgt mithilfe des Immunfluoreszenztests. Hierfür werden 1 ml Blutserum benötigt.

2.3 Referenzwert

Im Normalfall lassen sich keine Autoantikörper gegen die glatte Muskulatur nachweisen. Der Wert für SMA-Antikörper ist negativ.

2.4 Interpretation

Erhöhte Werte können im Rahmen folgender Erkrankungen auftreten:

  • autoimmune chronisch-aktive Hepatitis (Typ I bei 40 bis 80% der Fälle)
  • primär biliäre Zirrhose (10 bis 20% der Patienten mit PBC entwickeln sekundär eine Autoimmunhepatitis)
  • Polymyositis (in 30% der Fälle Autoantikörper nachweisbar)

In einigen Fällen lassen sich SMA-Antikörper zeitlich begrenzt im Rahmen eines Virusinfektes nachweisen. Auch im Rahmen einer Kollagenose oder bei gesunden Patienten können gering erhöhte Werte auftreten.

3 Literatur

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 08.03.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 8. März 2021 um 19:23 Uhr bearbeitet.

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