Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Kyphose

(Weitergeleitet von Rundrücken)

Englisch: kyphosis

1 Definition

Als Kyphose bezeichnet man eine nach dorsal konvex verlaufende Krümmung der Wirbelsäule in der Sagittalebene. Sie ist das Gegenteil der Lordose.

2 Einteilung

2.1 Einteilung nach Krankheitswert

  • Physiologische Kyphose: Darunter versteht man die natürlicherweise auftretende, leichte Krümmung der Brustwirbelsäule nach dorsal.
  • Pathologische Kyphose: Eine Kyphose ist pathologisch, wenn sie in anderen Abschnitten der Wirbelsäule (Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule) auftritt, oder ihre Ausprägung den physiologischen Grenzwert überschreitet. Eine pathologische Kyphose der Brustwirbelsäule liegt ab einer dorsal-konvexen Krümmung der Wirbelsäule von über 40° vor.

2.2 Einteilung nach Struktur

  • Funktionelle Kyphose: Eine Kyphose, die z.B. kompensatorisch durch Fehlstellung in anderen Wirbelsäulenabschnitten entsteht. Sie läßt sich durch Ausgleichsbewegungen wieder in die physiologische Position überführen.
  • Fixierte Kyphose: Sie wird auch strukturelle Kyphose genannt. Diese Form ist nicht mehr ausgleichbar, sondern durch knöcherne Veränderungen in der pathologischen Position fixiert.

2.3 Einteilung nach Form

  • Arkuäre Kyphose: Bogenförmige Kyphose, die viele Wirbelsegmente betrifft. Sie ist in der Regel haltungsbedingt.
  • Anguläre Kyphose: Winkelförmige Kyphose, die nur 1-2 Segmente betrifft. Sie ist meistens traumatisch, entzündlich oder durch Tumoren bedingt.

3 Ursachen

Kyphosen können viele verschiedene Ursachen haben. Sie lassen sich zunächst in 2 große Gruppen unterteilen:

  • Angeborene Kyphosen: Kyphosen, die bereits bei Geburt bestehen, und meist durch Fehlbildungen verursacht sind, z.B. durch Blockwirbel oder Halbwirbel
  • Erworbene Kyphosen: Kyphosen, die im Laufe des Lebens durch sehr unterschiedliche Faktoren entstehen.

Erworbene Kyphosen sind deutlich häufiger als angeborene. Als Ursachen kommen in Frage:

4 Diagnostik

Neben der klinischen Inspektion ist - wie bei allen anderen Skeletterkrankungen - vor allem die Röntgendiagnostik wegweisend.

Die Messung des Kyphose-Winkels erfolgt auf seitlichen Röntgenaufnahmen der kompletten Wirbelsäule nach der Cobb-Methode.

Bei einer ausgeprägten Kyphose (z.B. "Witwenbuckel") finden sich im Röntgenbild meist Zeichen abgelaufener Frakturen, die durch Einbruch der Grund- und Deckplatten zur Bildung von sogenannten Keilwirbeln oder Fischwirbeln führen.

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Fachgebiete: Orthopädie

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