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Reduzierendes Ende

1. Definition

Als reduzierendes Ende bezeichnet man den Bereich eines Oligo- oder Polysaccharids, der als Halbacetal agiert. In linearen Polysacchariden liegt das reduzierende Ende dem nichtreduzierenden Ende gegenüber.

siehe auch: reduzierender Zucker

2. Biochemie

Das reduzierende Ende ist der endständige Monosaccharidrest eines Oligo- oder Polysaccharids, der an seinem anomeren Kohlenstoffatom eine nichtderivatisierte Hydroxylgruppe trägt.

Bei reduzierenden Zuckermolekülen liegt in Lösung ein Gleichgewicht zwischen der zyklischen und der offenen Form vor. Letztere besitzt eine freie Aldehydgruppe, die oxidiert werden kann. Bei der Verknüpfung von zwei Monosacchariden zu einem Disaccharid bildet sich am nichtreduzierenden Ende ein Acetal. Das anomere Zentrum des zweiten Bausteins ist nicht an der glykosidischen Bindung beteiligt, kann sich in wässriger Lösung zum Halbacetal öffnen und bildet somit das reduzierende Ende.

Stichworte: Zucker
Fachgebiete: Biochemie, Chemie

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Bijan Fink
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31.07.2019, 12:22
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