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Raupendermatitis

Synonym: Erukismus, Lepidopterose
Englisch: Caterpillar dermatitis

1 Definition

Die Raupendermatitis beschreibt eine Erkrankung der Haut (Dermatose), welche durch den Kontakt mit den Brennhaaren gewisser Raupenarten hervorgerufen wird.

2 Auslöser

Als Auslöser der Raupendermatitis gilt das Protein Thaumetopoein, welches in den Nesselhaaren folgender Raupen- bzw. Schmetterlingsarten vorkommt:

Die Raupen kommen in den warmen Jahreszeiten vor, insbesondere von Mai bis August.

3 Ätiologie

Der direkte oder indirekte Kontakt mit den oben genannten Raupen bzw. dessen Nesselhaaren, welche das Protein Thaumetopoein enthalten, führt zum Krankheitsbild einer Raupendermatitis. Thaumetopoein wirkt als Histaminliberator bzw. besitzt selbst eine histaminartige Wirkung.

4 Symptome

DIe Hautveränderungen entsprechen einer Urtikaria mit

Die Effloreszenzen sind häufig strichförmig - ähnlich der Kriechspur der Raupe.

Unter Umständen können auch asthmatische Beschwerden auftreten. In seltenen, schwereren Fällen führt die Lepidopterose zur Anaphylaxie bzw. zu einem anaphylaktischen Schock

Durch Kratzen und Wischen können Raupenhaare auch an anderen Stellen des Körpers gelangen und eine Raupendermatitis auslösen. Werden die Raupenhaare aerogen übertragen, spricht man von einer sogenannten Airborne contact dermatitis.

5 Therapie

Zur Therapie bzw. Symptommilderung werden topisch Kortisoncremes eingesetzt. Zusätzlich werden Antihistaminika verabreicht. Bei Auftreten von Atembeschwerden werden Beta-2-Sympathomimetika gegebent, welche die Bronchien erweitern und so die Atmung erleichtern.

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