Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Quetschwunde

Lateinisch: vulnus conquassatum

1 Definition

Die Quetschwunde entsteht, ähnlich wie die Platzwunde, als Folge einer stumpfen Gewalteinwirkung mit ausgedehnter Quetschung des umliegenden Gewebes.

2 Klinik

Unterhalb der zerfetzten Wundränder finden sich häufig ausgedehnte Weichteildefekte mit tiefen Wundtaschen. Die Wundränder sind - im Gegensatz zur Risswunde - durch die Druckeinwirkung geschürft. Anders als bei Verletzungen durch scharfe Gewalt sind Gewebsbrücken vorhanden. Die Infektionsgefahr ist hoch, da das zerklüftete Gewebe einen guten Nährboden für Bakterien bildet, insbesondere für Anaerobier wie Clostridium perfringens (Gasbrand).

Bei der chirurgischen Versorgung erfolgt neben einer ausgiebigen Reinigung der Wunde ein Debridement nekrotischer Areale und erst daraufhin der Wundverschluss mit Hautnaht.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

5 Wertungen (4.2 ø)

14.619 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: