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Pyridin

Synonyme: Azabenzol, Azin

1 Definition

Pyridin ist ein Heteroaromat, also eine heterozyklische Verbindung mit aromatischen Eigenschaften.

2 Chemie

Pyridin ist eine farblose, hygroskopische, unangenehm riechende, brennbare Flüssigkeit. Sie ist in Wasser und organischen Lösungsmitteln leicht löslich. Der PKB-Wert beträgt 8,94. Die chemische Summenformel lautet C5H5N.

3 Verwendung

Pyridin wird u.a. als Lösungsmittel verwendet. Es dient auch als Synthesebaustein zur Herstellung von einer Vielzahl von Stoffen wie Arzneimitteln und Herbiziden. Im Gemisch mit Picolinen wurde Pyridin manchmal zur Denaturierung von Ethanol zu Brennspiritus eingesetzt, ist heute aber oft durch ungiftigere Stoffe ersetzt.

4 Toxizität

Pyridin verursacht Reizungen an Haut und Schleimhäuten. Nach Verschlucken sind Übelkeit und Kopfschmerzen, in hohen Dosen auch Herz-Kreislaufstörungen, Kollaps und Bewusstlosigkeit möglich. Es besteht die Gefahr der Hautresorption und von irreversiblen Gesundheitsschäden. Bei längerer Exposition werden Leber und Nieren geschädigt. Durch den unangenehmen Geruch bei gleichzeitig niedriger Geruchsschwelle besteht jedoch eine gute Warnwirkung.

Pyridin ist wassergefährdend.

Fachgebiete: Chemie

Diese Seite wurde zuletzt am 12. März 2020 um 15:44 Uhr bearbeitet.

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