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Precore-Mutation

1 Definition

Precore-Mutationen sind Varianten des Hepatitis-B-Virus, die kein HBe-Antigen produzieren. Diese Mutationen sind insofern von Bedeutung, als dass sie zu prolongierten Krankheitsverläufen führen, die sich schwerer behandeln lassen. Sie sind auch mit einem höheren Risiko verbunden, eine Leberzirrhose zu entwickeln.

2 Hintergrund

Das Hepatitis-Virus besitzt 4 Gene, die als S, P, C, und X bezeichnet werden. Das umfangreichste Gen ist P - es codiert für die DNA-Polymerase. Das S-Gen codiert für das Hüllprotein des Virus, das man in der Labormedizin HBs-Antigen nennt. Das C-Gen codiert für das HBe-Antigen (HBeAg) sowie das HBc-Antigen (HBcAg). Es besitzt eine Precore- und eine Core-Region. Das X-Gen codiert für das HBx-Antigen (HBxAg). Letzteres spielt möglicherweise eine Rolle in der Karzinogenese.

Wenn die Translation an der Precore-Region des C-Gens beginnt, entsteht als Genprodukt das HBe-Antigen. Startet sie in der Core-Region, wird das HBc-Antigen produziert. Die Precore-Region ist nicht für die Replikation des Virus notwendig, so dass sich auch Precore-Mutationen vermehren können. Sie werden nur durch eine HBV-DNA-PCR erkannt, das HBe-Antigen ist jedoch nicht im Blutserum nachweisbar.

Fachgebiete: Biochemie, Virologie

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