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Poikilozytose

von altgriechisch: poikilos - bunt, verschiedenartig, mannigfaltig
Englisch: poikilocytosis

1 Definition

Als Poikilozytose bezeichnet man das Vorkommen verschieden geformter, nicht runder Erythrozyten im peripheren Blut. Da die Erythrozyten dabei meist unterschiedlich groß sind, spricht man auch von einer Anisopoikilozytose.

2 Diagnostik

Im peripheren Blutausstrich müssen mindestens 3% der Erythrozyten eine unterschiedliche Form aufweisen, um von einer Poikilozytose zu sprechen. In der Price-Jones-Kurve entstehen durch die verschiedenen Formvarianten mehrere Maxima.

3 Ätiologie

Eine Poikilozytose ist meist der Ausdruck einer gestörten oder supprimierten Erythropoese. Darüber hinaus können Strukturdefekte der Erythrozytenmembran zu einer Poikilozytose führen. Die Poikilozytose tritt unter anderem auf bei:

Auslösend für eine Knochenmarkschädigung können Medikamente, Toxine, Chemikalien, ionisierende Strahlung oder Infektionskrankheiten (z.B. HIV) sein. Auch Leukämien können zu einer Poikilozytose führen.

4 Beispiele

  • Birnenförmige Erythrozyten
  • Tränenförmige Erythrozyten (Tear-Drop-Zellen, Dakryozyten)

5 Weblinks

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Diese Seite wurde zuletzt am 15. August 2021 um 01:35 Uhr bearbeitet.

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