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Nasennebenhöhlenmukozele

Englisch: mucous cyst of paranasal sinus, mucocele of paranasal sinus

1 Definition

Unter einer Nasennebenhöhlenmukozele versteht man eine Nasennebenhöhle, die mit Schleim (Mucus) gefüllt und aufgrund der Sekretretention erweitert ist.

2 Ätiopathogenese

Ursache der Mukozele ist der Verschluss des Ostiums der betroffenen Nasennebenhöhle. Der Verschluss des Ostiums kann z.B. durch einen Tumor, ein Trauma, Verwachsungen, eine Entzündung oder durch narbige Veränderungen nach einer Operation im Bereich der Nasennebenhöhle bedingt sein.

Die Sekretretention führt zur Vergrößerung der Nasennebenhöhle sowie zur Verdünnung der knöchernen Wände.

Am häufigsten ist die Stirnhöhle betroffen, da der Ausführungsgang der Stirnhöhle sehr eng ist.

3 Klinik

Eine Mukozele führt zu Kopfschmerzen sowie zu einem Druckgefühl im Kopf. Eine Verschlechterung des Visus und Doppelbilder sind ebenfalls möglich.

4 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnose sollte an einen Pneumosinus dilatans gedacht werden.

5 Diagnostik

Bei der Untersuchung zeigt sich in der Regel kein Druckschmerz, jedoch eine Federung der dünnen Wand bei Druck (sog. Ballotment). Der Bulbus ist nach lateral und ventral vorgewölbt.

Der rhinoskopische Befund kann komplett unauffällig sein oder aber auch Hinweise auf die Ursache der Erkrankung geben (z.B. Entzündung, traumatische Veränderung).

In der Computertomographie kann die Mukozele sicher nachgewiesen werden.

6 Therapie

Die Therapie besteht in der Operation der Stirnhöhle von außen oder vom Inneren der Nase aus, wobei entweder eine Drainage zur Nasenhaupthöhle angelegt oder der Mukozelensack komplett exstirpiert wird.

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