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Musculus pectoralis (Geflügel)

Synonym: M. pectoralis

1 Definition

Der Musculus pectoralis ist ein Skelettmuskel im Brustbereich des Geflügels.

2 Anatomie

Als kräftigster Muskel des Körpers wird der Musculus pectoralis zur Flugmuskulatur gezählt.

2.1 Verlauf

Der Musculus pectoralis ist ein besonders starker und doppelt gefiederter Flugmuskel, der die Kontur der Brust maßgeblich gestaltet. Der beim Huhn fünfteilige Muskel entspringt mit einer Pars thoracica superficialis am Margo ventralis der Carina sterni (Brustbeinkamm) bzw. mit einer Pars thoracica profunda an der Facies lateralis der Carina sterni. Beide Ursprünge ziehen nach kraniodorsal, vereinigen sich und erhalten (hier als als Pars thoracica bezeichnet) Anschluss mehrerer Muskelfasern, die von der Membrana sternoclavicularis und der Extremitas sternalis der Clavicula stammen. Unter leicht verjüngendem Verlauf zieht der Musculus pectoralis an die Crista pecotoralis des Humerus.

Aus dem oberflächlichen Abschnitt des Muskels zweigen zwei Hautäste ab. Ein als Pars propatagialis bezeichneter Ast zieht in die vordere Flughaut (Propatagium), ein als Pars abdominalis genannter Anteil inseriert in der Haut der seitlichen Brust- und Bauchwand (auch als Partes subcutanea thoracica et abdominalis bezeichnet).

Bei der Taube ist die Pars thoracica einheitlich ausgebildet. Der Musculus pectoralis setzt bei dieser Vogelart mit einer breiten Sehne an der Crista pectoralis sowie mit einer kurzen Sehne am Tuberculum ventrale des Humerus an. Bei der Ente ist die Pars thoracica ebenso einheitlich und bei gemästeten Tieren von einer charakteristischen Fettschicht überzogen. Die restlichen Muskelabschnitte entsprechen jenen beim Huhn.

2.2 Innervation

Der Musculus pectoralis wird von den Nervi pectorales mit motorischen Fasern versorgt.

3 Funktion

Bei Kontraktion senkt der Musculus pectoralis den Flügel unter gleichzeitiger Pronation und sorgt so einerseits für den Auftrieb, andererseits für den Vortrieb im Flug.

4 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band V: Geflügel. Parey, 2004.
  • King, Anthony S. et al. Handbook of Avian Anatomy: Nomina Anatomica Avium. Second Edition. Cambridge, Massachusetts. Published by the Club, 1993.

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