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Morbus Bornholm

Synonyme: Pleurodynia epidemica, Bornholm-Krankheit, Teufelskralle
Englisch: Devil's grip

1 Definition

Der Morbus Bornholm ist eine symptomatische Virusinfektion, die zu schmerzhafter Affektion der Pleura führt.

ICD10-Code: B33.0

2 Ätiologie

Der Morbus Bornholm beruht auf einer Infektion mit bestimmten Serotypen des Coxsackie-Virus. Kleine Epidemien treten gehäuft im Herbst auf. Die Krankheit wurde zuerst im Rahmen einer Epidemie auf der dänischen Insel Bornholm beschrieben und erhielt daher ihren Eigennamen.

3 Klinik

Allgemeine Symptome sind Abgeschlagenheit und leichtes Fieber. Häufig findet sich als Befund ein geröteter Rachen. Die betroffenen Patienten äußern stechende, krampfartige Schmerzen an der Unterseite des Thorax, manchmal auch im Epigastrium, seltenst auch am Unterbauch.

Es handelt sich dabei um Myalgien der Interkostalmuskulatur bzw. der oberflächlichen Bauchmuskeln oder um entzündliche Affektionen der Serosa.

Als Komplikation treten selten aseptische Meningitis, Pleuritis, Perikarditis oder Peritonitis auf.

4 Diagnostik

Die Diagnose ist rein klinisch als Ausschlussdiagnose zu stellen. Beweisend ist eine Komplementbindungsreaktion (KBR) für Coxsackie-Viren. Im Abstand von etwa 10 Tagen sollte zwei mal Serum abgenommen werden. Ein vierfacher Titeranstieg ist beweisend.

Differentialdiagnostisch müssen unter anderem ausgeschlossen werden:

5 Therapie

Die Therapie des Morbus Bornholm erfolgt symptomatisch. Fieber und Schmerzen können durch Gabe von NSAR oder Paracetamol günstig beeinflusst werden. Die Schmerzen können zudem durch lokale Wärmeanwendung gemildert werden.

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