Mineralwasser
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LoslegenEnglisch: mineral water
Definition
Mineralwasser ist Trinkwasser, das aus natürlichen Quellen gewonnen wird. In Deutschland und Österreich muss es aus unterirdischen Wasservorkommen stammen, die vor Verunreinigungen geschützt sind. Es beinhaltet neben Natriumchlorid weitere Salze und Spurenelemente.
Rechtliche Einordnung
Zusammensetzung, Temperatur und andere wesentliche Merkmale müssen im Rahmen natürlicher Schwankungen weitgehend konstant bleiben. Mineralwasser darf in Deutschland nur in Verkehr gebracht werden, wenn es amtlich anerkannt ist.[1]
Die Anforderungen an Mineralwasser werden in Deutschland insbesondere durch die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (Min/TafelWV) sowie auf europäischer Ebene durch die Richtlinie 2009/54/EG geregelt.[2]
Entstehung
Mineralwasser entsteht durch Niederschlag, der in den Untergrund eindringt und verschiedene Gesteins- und Bodenschichten durchläuft. Dabei können Mineralstoffe und Spurenelemente aus dem Gestein in das Wasser übergehen. Die Zusammensetzung hängt unter anderem von den durchströmten Gesteinsschichten und der Verweildauer im Untergrund ab. Daher unterscheiden sich natürliche Mineralwässer teilweise erheblich in ihrer Mineralisation.
Zusammensetzung
Mineralwasser enthält gelöste Ionen und weitere natürliche Bestandteile. Hierzu zählen:
| Bestandteil | Ion | Ernährungsphysiologische Einordnung |
|---|---|---|
| Calcium | Ca2+ | Bestandteil von Knochen und Zähnen; beteiligt an Muskel-, Nerven- und Signalprozessen |
| Magnesium | Mg2+ | beteiligt an zahlreichen enzymatischen Reaktionen sowie an Muskel- und Nervenfunktion |
| Natrium | Na+ | wichtiger extrazellulärer Elektrolyt; relevant für Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt |
| Kalium | K+ | wichtiger intrazellulärer Elektrolyt |
| Hydrogencarbonat | HCO3− | Bestandteil des Säure-Basen-Systems und wesentlicher Faktor für die Pufferkapazität des Wassers |
| Sulfat | SO42− | natürlicher Bestandteil verschiedener Mineralwässer; höhere Konzentrationen können gastrointestinal relevant sein |
| Chlorid | Cl− | wichtiges extrazelluläres Anion und Bestandteil des Elektrolythaushalts |
| Fluorid | F− | beteiligt an der Mineralisation der Zahnhartsubstanz; bei höheren Konzentrationen kennzeichnungspflichtig |
Mineralwasser kann zudem unterschiedliche Mengen an Kohlenstoffdioxid enthalten, dieses kann entweder natürlich enthalten oder zugesetzt sein.
Ernährungsmedizinische Relevanz
Mineralwasser dient primär der Flüssigkeitszufuhr. Abhängig von seiner Zusammensetzung kann es zusätzlich einen Beitrag zur Versorgung mit einzelnen Mineralstoffen leisten. Besonders calcium- und magnesiumreiche Mineralwässer können ernährungsphysiologisch relevante Mengen dieser Mineralstoffe liefern.
Für die Eignung eines Mineralwassers zur Zubereitung von Säuglingsnahrung gelten besondere Anforderungen an Höchstwerte bestimmter Inhaltsstoffe (u.a. Natrium 20 mg/l, Nitrat 10 mg/l, Fluorid 0,7 mg/l, Arsen 0,005 mg/l, Uran 0,002 mg/l).
Bei Erkrankungen oder Ernährungskonzepten, bei denen eine Begrenzung der Natriumzufuhr erforderlich ist, kann der Natriumgehalt des Mineralwassers berücksichtigt werden. Dabei ist die gesamte Natriumzufuhr aus Nahrung und Getränken entscheidend.
Quellen
- ↑ Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (Min/TafelWV). Abgerufen am 28.08.2026.
- ↑ Richtlinie 2009/54/EG über die Gewinnung von und den Handel mit natürlichen Mineralwässern. Abgerufen am 28.08.2026.