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Metamerie

1 Definition

Die Metamerie ist ein Phänomen bei Gliedertieren (Artikulaten) und Wirbeltieren (Chordaten). Dabei besteht der Rumpf aus embryonal gleichartigen Abschnitten, den Segmenten, die auch als Metamere bezeichnet werden.

Metamere sind in der Regel nur während der embryonalen Entwicklung erkennbar. Grundlage der Metamerie stellen die Somiten dar.

2 Aufbau

Jedes Metamer besteht aus einem Wirbel und dem jeweiligen Discus intervertebralis sowie rechts und links einer Rippe. Der Zwischenrippenraum (Spatium intercostale) wird von Muskeln, Venen, Arterien und Nerven ausgefüllt.

An Kopf, Hals und in den Leibeshöhlen mit ihren Eingeweiden finden sich keine Metamere, da diese nicht aus Somiten hervorgehen.

3 Phylogenese

Die Vorgängerlebensformen des heutigen Menschen und seiner Vorläufer besaßen einen einfachen Körperbau. Dieser war streng segmental gegliedert. Im Laufe der Evolution kam es zur Ausbildung verschieden geformter Gliedmaßen (und ihrer Derivate, wie zum Beispiel Flügel), welche sich vom Rumpf absetzten und teilweise an neue Positionen rückten. Die Ursegmente sind daher nur am Rumpf und nur in einem bestimmten Entwicklungsstadium erkennbar.

4 Klinische Bedeutung

Die segmentale Gliederung des Körpers spiegelt sich in der Verteilung von Innervationsgebieten wider, der "radikulären Innervation". Aus historischen bzw. praktischen Gründen wird diese auch als "segmentale Innervation" bezeichnet.

Die Verbindung von Innervationsarealen mit der Zuordnung bestimmter Funktionen wird als neurologisch-topische Diagnostik bezeichnet.

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