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Megalozyt

von altgriechisch: μέγας ("megas") - riesig, groß, mächtig
Englisch: megalocyte

1 Definition

Als Megalozyten bezeichnet man vergrößerte Erythrozyten (Makrozyten), die zusätzlich oval und hyperchromatisch erscheinen.

2 Zytologie

Meist wird ab einem Durchmesser von mehr als 9 µm von einem Megalozyten gesprochen. Die sonst für Erythrozyten charakteristische zentrale Aufhellung ist beim Megalozyten nicht sichtbar, da er eine etwa gleichbleibende Dicke und keine zentral bikonkave Form aufweist.

3 Labor

Megalozyten verschieben die Price-Jones-Kurve nach rechts. Das durchschnittliche Volumen der einzelnen Erythrozyten ist vergrößert. Das MCV steigt auf mehr als 100 fl. Weiterhin ist der mittlere korpuskuläre Hämoglobingehalt (MCH) erhöht, sodass die Zelle als hyperchromatisch bezeichnet wird.

4 Vorkommen

Megalozyten kommen im peripheren Blut typischerweise bei Vitamin-B12- oder Folsäuremangel vor. Als Folge dieser Mangelerscheinungen entsteht eine Anämie, die aufgrund von Megaloblasten im Knochenmark auch als megaloblastischen Anämie bezeichnet wird.

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Fachgebiete: Hämatologie, Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Januar 2020 um 01:28 Uhr bearbeitet.

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