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Maisonneuve-Fraktur

nach Jules Maisonneuve (1809-1897), französischer Chirurg
Englisch: Maisonneuve fracture

1 Definition

Die Maisonneuve-Fraktur ist eine Fraktur der Fibula unterhalb des Fibulaköpfchens mit einer Zerreißung von Syndesmosis tibiofibularis und Membrana interossea cruris sowie Absprengung des Volkmann-Dreiecks. Ursache für diese proximale Fibulafraktur ist meist ein Pronationstrauma des Sprunggelenkes.

siehe auch: Fibulafraktur

2 Klassifikation

Trotz der proximalen Lage in der Nähe des Knies wird sie als Weber C-Fraktur (Weber-Klassifikation) bei den Sprunggelenksfrakturen klassifiziert, weil sie eine Instabilität im Sprunggelenk nach sich zieht. Die Diagnostik ist erschwert, da bei einem Pronationstrauma zunächst nur Röntgenaufnahmen des Sprunggelenkes angefertigt werden.

Aus diesem Grund sollte bei jedem Pronationstrauma eine klinische Untersuchung der Region des Fibulaköpfchens erfolgen und bei Auffälligkeiten eine Röntgenuntersuchung des gesamten Unterschenkels erfolgen.

3 Therapie

Eine operative Versorgung ist erforderlich. Dabei wird die Stellung von Tibia und Fibula mit einer Stellschraube fixiert. Die Maisonneuve-Fraktur selbst wird in der Regel jedoch nicht osteosynthetisch versorgt.

4 Literatur

  • Fractures of the ankle joint—investigation and treatment options

Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 377-88; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0377

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Januar 2021 um 20:20 Uhr bearbeitet.

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