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Lymphozytenprädominantes Hodgkin-Lymphom

Synonyme: Noduläres Lymphozyten-prädominantes Hodgkin-Lymphom (NLPHL), Noduläres Paragranulom (obsolet)

1 Definiiton

Das lymphozytenprädominante Hodgkin-Lymphom, kurz LPHD oder NLPHL, ist eine wenig bekannte Sonderform des Morbus Hodgkin. Es gehört nicht zu den 4 Subtypen (lymphozytenreicher Typ, nodulär-sklerosierender Typ, Mischtyp, lymphozytenarmer Typ) des klassischen Hodgkin-Lymphoms (cHL).

2 Hintergrund

Etwa 5 % der Fälle eines Hodgkin-Lymphoms sind ein lymphozytenprädominantes Hodgkin-Lymphom. Das NHLPHL wird häufig im Stadium I diagnostiziert und hat eine gute Prognose. Spätrezidive kommen etwas häufiger vor als beim klassischen Hodgkin-Lymphom. Ein kleiner Teil der Patienten entwickelt später großzellige Non-Hodgkin-Lymphome (NHL).

3 Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel aus der Histologie gewonnen. Immunhistochemisch weisen die Tumor-Zellen abweichend vom klassischen Hodgkin-Lymphom bestimmte B-Zell-Antigene (z.B. CD20, CD79a) auf.

3.1 Pathohistologie

Histopathologisch wird das Bild von knotenbildenden kleinen Lymphozyten beherrscht. Sofern große Zellen vorkommen, werden diese aufgrund ihres zytologischen Bildes oft als Popcorn-Zellen oder lymphozytenprädominante Zellen (LP-Zellen) bezeichnet.

4 Therapie

Therapeutisch kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Im Stadium Ia erfolgt meist eine Stahlentherapie, gelegentlich auch "wait and see", sofern der Tumor im Gesunden entfernt wurde. Fortgeschrittene noduläre Granulome werden wieder wie ein klassisches Hodgkin-Lymphom behandelt.

Fachgebiete: Onkologie

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