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Looser-Umbauzone

nach Emil Looser (1877-1936), Schweizer Chirurg
Synonyme: Looser'sche Umbauzone, Looser-Zone, Milkman-Linie
Englisch: Looser zones, Milkman's lines, cortical infractions

1 Definition

Die Looser-Umbauzone ist ein radiologisches Zeichen, das im Rahmen von Knochenerkrankungen auftreten kann. Klinisches Korrelat ist eine kortikale Insuffizienzfraktur.

2 Morphologie und Ätiologie

Als Looser-Umbauzonen bezeichnet man schmale, kortikale Aufhellungslinien, die im Rahmen einer Knochenerkrankung (Osteomalazie, Rachitis, renale Osteopathie, fibröse Dysplasie) an stark belasteten Teilen des Skeletts auftreten können. Es handelt sich hierbei um meist bilateral auftretende Kontinuitätsunterbrechungen der Kortikalis im Sinne von Insuffizienzfrakturen bzw. Pseudofrakturen. Sie können auch bei Ermüdungsbrüchen wie der Marschfraktur auftreten.

Typische Lokalisationen sind das Becken (Scham- und Sitzbein) sowie das proximale Femur.

Das Auftreten multipler Looser-Umbauzonen wird auch als Milkman-Syndrom bezeichnet.

3 Komplikationen

Unter weiterer Belastung können sich an den betroffenen Stellen vollständige Frakturen ausbilden.

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