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Laterale Zervikalpunktion

Englisch: lateral cervical puncture

1 Definition

Unter einer lateralen Zervikalpunktion versteht man einen Einstich (Punktion) in den Subarachnoidalraum. Sie eine Alternative zur medianen Subokzipitalpunktion.

2 Allgemein

Dieser Zugangsweg zum Liquorraum gilt als sicherer als die zisternale Punktion. Er hat sich aus der perkutanen Chordotomie entwickelt, einer neurochirurgischen Methode zur Schmerztherapie.

3 Vorgehen

Allgemein wird eine Durchführung unter Durchleuchtung angeraten. Als Zugang zum Liquorraum wird der Spalt zwischen HWK 1 und 2 ausgewählt, da der Intervertebralraum in dieser Höhe relativ weit ist. Der Patient wird also (beispielsweise) auf dem Röntgentisch in seitlicher und liegender Stellung mit gerader Kopfhaltung positioniert. Anschließend führt man die Nadel 1 cm kaudal und 1 cm dorsal der Spitze des Mastoids senkrecht zur Unterlage ein.

Während man die Nadel einführt, werden verschiedene Bänder durchdrungen, so dass es für den Untersuchenden schwer zu fühlen ist, zu welchen Zeitpunkt der Subarachnoidalraum erreicht ist. Dies ist auch der Grund, weshalb es ratsam ist, intermittierend den Mandrin zurück zu ziehen, um die Positionierung der Kanüle zu prüfen. Es sollte dabei zusätzlich mit einer Spritze aspiriert werden.

4 Literatur

  • "Klinische Liquordiagnostik" - Uwe K. Zettl et. al., de Gruyter-Verlag, 2. Auflage

Diese Seite wurde zuletzt am 14. März 2019 um 13:37 Uhr bearbeitet.

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