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Instrumentenkunde

1 Definition

Die Instrumentenkunde im medizisichen Sinne beschäftigt sich formal mit den Arten, dem Umgang und Einsatz, wie auch der Reinigung von Instrumenten.

Instrumente (kurativ, chirurgisch) sind aus verschiedenen Materialien konstruiert. Sie helfen dem Arzt, bei der Behandlung und vor allem auch bei chirurgischen Eingriffen die Sterilität zu bewahren und die Kontaminationsgefahr zu minimieren. Des Weiteren dienen sie aber auch oft dem kurativen Zweck (z.B Schrauben). Ziel ist eine möglichst große Minimierung der potentiellen Kontamination, eine hohe Sterilität und noch präziseres einfacheres Arbeiten.

2 Materialien

2.1 Instrumentenstahl

  • Hochwertiges korrosionsbeständigen Stahlsorten, mit Chrom, Nickel, Molybdän oder Schwefellegierungen,
  • thermisch, mechanisch und physikalisch belastbar

2.2 Implantatstahl

  • müssen im Körper verbleiben
  • unmagnetisierter, hemisch passiver, Chrom-Nickel-Molybdän-Edelstahl
  • drei Festigkeiten: weich, mittelhart, extrahart

2.3 Aluminium

  • einige Instrumente aus elektrochemisch oxidiertem Aluminium
  • geringes Gewicht
  • Anfärbbarkeit der Eloxidschicht

2.4 Kunststoffe und Hartgewebe

  • dort wo geringes Gewicht und hohe Festigkeit gefordert sind
  • Griffen von Schraubenziehern, Meißeln, Ohrtrichtern, Endoskopen, Isolierungen

3 Aufbewahrung

  • möglichst schnelle Reinigung nach Gebrauch
  • mechanische Entfernung von Resten
  • Spülung von Instrumenten mit Hohlräumen
  • Lagerzeit mit Keimvermehrung verhindern
  • schnelle Sterilisation
  • Zwischenlagerung in einer Naßablage (Desinfektionslösung),
  • Instrumentenwanne

4 Reinigung

  • Mechanische Entfernung (keine Verkrustung und Verklebung Beschädigung der Instrumenten-Oberfläche)
  • Temperatur der Reinigungsflüssigkeit bei 40 C maximal, um eine Koagulation des anheftenden Proteins zu vermeiden und damit eine schwere Entfernung
  • Demontage aller zusammengesetzten Instrumente
  • Stark verschmutzte Instrumente werden unter klarem Wasser vor gereinigt
  • täglicher Wechsel aller Lösungen
  • Hauptreinigung: manuell, maschinell oder unter Ultraschallbad
  • Abschlussspülgang mit destilliertem Wasser

5 Durchsicht und Pflege

  • trocknen mit einem, fusslfreien Tuch
  • Überprüfung der Sauberkeit, Unversehrtheit und Funktionstüchtigkeit
  • Pflege mit Gleit- und Pflegemittel, Schlüsse, Gewinde, Federn werden mit Silikon, bei Heißluftsterilisation mit Paraffinöl besprüht.

Beispiel: Test zur Schärfe: Alle Mayo- und Metzenbaumscheren müssen 4 Gazeschichten schneiden, die anderen mindestens 2 durchtrennen, Spitzen müssen treffen

6 Sterilisation

  • Verpackung mit festen Behältnissen oder Tüchern, Sterilpapier, versehen mit Datum der Sterilisierung, Inhalt, Indikatorstreifen
  • Sterilisiercontainer: rostfreier Stahl, Aluminium, oder Kupfer-Zink-Legierung, verschiedene Größen und Formen, Deckel abnehmbar oder scharniert, Zwangsdurchlässe angebracht zum Eintritt des Gas, Dampf oder Heißluft, Keimdichte Filter gegen Kontaminierung; Sterilisiersiebschalen (Aufnahme von Instrumenten in Containern, können aber auch in Tücher verpackt werden).

7 Intrumententypen

Fachgebiete: Medizinprodukt

Diese Seite wurde zuletzt am 17. April 2012 um 18:09 Uhr bearbeitet.

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